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Kontrolle, Präzision und Familie – das sind die drei Pfeiler, auf denen Silver Mercant ihr Leben aufgebaut hat. Für Chaos, Emotionen und Leidenschaft ist kein Platz. Aber all das verkörpert Valentin Nikolaev, Alpha der Stone Water-Bären für die kühle Mediale. Und obwohl sie ihm einen Korb nach dem anderen gibt, lässt sich der charismatische Gestaltwandler nicht beeindrucken und flirtet bei jeder Begegnung unverhohlen mit ihr. Doch als ein Anschlag auf Silver verübt wird, bei dem sie fast stirbt, ist Valentin ihre einzige Zuflucht …

 

Silbernes Schweigen 

Originaltitel: Silver Silence
Autor: Nalini Singh
Übersetzer: Patricia Woitynek
Verlag: Lyx
Erschienen: Januar 2018
ISBN: 978-3-7363-0389-8
Seitenzahl: 624 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
In letzter Sekunde rettet Valentin der mächtigen Medialen Silver Mercant das Leben und weil ein Anschlag in der hochgesicherten Wohnung eigentlich unmöglich ist, bietet Valentin ihr seinen Schutz im Bärenclan an. Dort kann sie sich erholen und er sie weiterhin umwerben, auch wenn die kühle Silver seine Flirtversuche seit Monaten mit kühlen Argumenten und kurzen Wortduellen in der Luft zerreißt. Doch Silver ist vom Giftanschlag geschwächt und ihr Silentium bröckelt. Wenn es bricht, ist ihre Zeit bald abgelaufen. Dann steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern auch das Weiterbestehen des Dreierbündnissen ist ungewiss. Denn genau darauf hat es ihr mörderischer Feind abgesehen, der unaufhörlich im Hintergrund an den Fäden zieht …

Ein neues Zeitalter ist angebrochen, womit nicht alle Gruppierungen einverstanden sind. Der mächtige Feind im Hintergrund bleibt wie ein Phantom, was ein wenig die Spannung drückt und die Zusammenhänge nicht sofort klar ersichtlich macht. Ansonsten ist die Umsetzung gewohnt gelungen.


Stil und Sprache
Vorwiegend erzählen die beiden Protagonisten in der dritten Person ihre Sicht der Dinge. Silver hat dabei gefühlt den größeren Anteil und obwohl sie über weite Strecken im Silentium verankert ist, sind die Emotionen unterschwellig immer da. Ihre telepathisch geführten Gespräche sind in Kursivschrift abgedruckt und zeigen auch, wie speziell die Familie Mercant unter den Medialen ist. Jedes Kapitel ist mit einem kurzen Abschnitt von oder über ein Mitglied der Familie Mercant überschrieben, was den Eindruck von Nähe noch verstärkt. Einzelne Passagen in den Kapiteln sind mit dem Titel „Das menschliche Alphatier“ überschrieben und aus Sicht von Bowen Knight, dem Führer des Menschenbundes geschrieben. Andere werden vom Urheber der Anschläge präsentiert, der als „menschlicher Patriot“ bezeichnet wird. Dies sollte ein umfassendes Bild der Hintergründe und Handlung geben, doch ich konnte die Zusammenhänge nicht immer klar erkennen. Absicht? Wer weiß.

Die Spannung lässt leider etwas auf sich warten, zu schattenhaft ist die Bedrohung und die anscheinend wahllos gewählten Ziele der Bombenanschläge fordern viele unbekannte Opfer, sind aber keine direkte Gefahr für die Protagonisten. So kann man sich ganz auf die schöne Liebensgeschichte im Umfeld des Bärenclans konzentrieren, die beide ihren eigenen Reiz besitzen. Es gibt zwar einige Wiederholungen, ansonsten bietet allein dieser Teil der Handlung beste Unterhaltung.


Figuren
Silver Mercant ist eine starke Frau aus einer mächtigen Familie. Ihre medialen Fähigkeiten sind außergewöhnlich und sie besitzt zusätzliche eine einzigartige Gabe, die viele Gefahren bringt und von der nur wenige überhaupt wissen. Und genau diese Fähigkeit ist es, die für die Liebesbeziehung zu Valentin eine Bedrohung darstellt und auch das Leben von Silver beenden kann. Wie für Mediale üblich besitzt Silver einen messerscharfen Verstand, kühle Logik und emotionsloses Handeln. Sie zeigt aber auch zahlreiche Emotionen, die sie mir trotzdem nicht wirklich nahe gebracht hat.

Valentin Nikolaev bietet da schon mehr Facetten. Er ist ein charismatischer Alpha mit einer dunklen Vergangenheit, die ihn emotional erschüttert sowie den Clan entzweit hat. Darunter leider er noch immer. Die Bärengestaltwandler unterscheiden sich erfrischend von den bisher bekannten Gestaltwandlern und so gibt es einige interessante Nebencharaktere.

Bekannte Nebenfiguren sind diesmal nur am Rande eingefügt. Es sind vor allem Verbündete, die Silver und Valentin unterstützen. Die meisten Nebencharaktere sind Familienangehörige und nur wenige auf Seiten der Feinde. Die Gegenspieler sind denn auch kaum fassbar und bleiben eine undefinierbare Bedrohung aus dem Hinterhalt.


Aufmachung des Buches
Das Cover des Taschenbuches ist vorwiegend in grau-schwarz gehalten, lediglich die Baumspitzen sind grün eingefärbt. Über den Wald ragt ein muskelbepackter Oberkörper eines Mannes, dessen Haut fast wie flüssiges Silber aussieht. Der Buchtitel wurde mit einer dezenten Lackschicht versehen. Die Abbildung der Landschaft zieht sich über den Buchrücken zur Rückseite hin, in dessen dunklen Himmel die Inhaltsangabe abgedruckt ist. Auch die Klappeninnenseiten zeigen in grau-blauen Farbtönen eine ähnliche Umgebung.

Ich Buchinnern ist vor dem ersten Kapitel die kurze Erklärung zum Entstehen des Dreierbündnisses vorangestellt. Es gibt 51 teils längere Kapitel, die in Teil 1 und 2 unterteilt sind. Die Buchseiten sind ungewohnt dünn, sodass es schnell vorkommen kann, dass aus Versehen zwei oder mehr Seiten miteinander umgeblättert werden. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, beim Umblättern jedes Mal die Seitenzahl zu kontrollieren.


Fazit
Ein neues Zeitalter ist angebrochen und doch bleibt die Autorin ihrem Konzept treu. Die Liebesgeschichte der mächtigen Medialen Silver und dem charismatischen Alpha Valentin bietet allein schon beste Unterhaltung. Die Spannung kann sich diesmal nicht konstant halten, denn der Feind bleibt in der Deckung und die Anschläge treffen meist unschuldige Opfer. Ich bin jedoch sehr gespannt, wie es weitergehen wird.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 11: Einsame Spur
Band 12: Geheimnisvolle Berührung
Band 13: Pfade im Nebel
Band 14: Scherben der Hoffnung
Band 15: Der letzte Schwur

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