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Derek Landy


Hallo Herr Landy. Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie sich Zeit für ein Interview mit mir nehmen!

Es ist mir ein Vergnügen!


Bis es sich Skulduggery Pleasant von einer Sekunde zur anderen in Ihrem Leben gemütlich gemacht hat, haben Sie zahlreiche Drehbücher geschrieben. Was war bzw. ist das Besondere dieser Figur, dass sie Ihr Interesse geweckt und Sie weg von den Drehbüchern hin zum Schreiben von Romanen geführt hat?

Als ich an Filmen gearbeitet habe, bin ich davon ausgegangen, dass dies meine Laufbahn, mein Vollzeitjob für immer sein würde, weil ich Filme liebe und ich liebe es, Drehbücher für Filme zu schreiben. Hingegen habe ich immer angenommen, dass es noch Jahre dauern würde, bis ich das Schreiben eines Romans wagen würde. Aber Skulduggery tauchte plötzlich in meinem Kopf auf - ich wusste nicht warum oder wie, aber er tat es. Und aus irgendwelchen Gründen war dies keine Idee für einen Film, es war augenblicklich die Idee für ein Buch. Wissen Sie, nichts davon war geplant. Da war keine Strategie. Es war einfach: Er schlug auf und "Oh, okay. Nun schreibe ich ein Buch". Und er kam komplett ausgearbeitet an. Sein Name war zuerst da. Diese beiden komplett unterschiedlichen Wörter kamen als ein Name in meinem Kopf an und er erzählte mir wer er war und was er war und wie er war. Und nun schreibe ich ein Buch. Es war überraschend.


Demnach tauchte "Skulduggery Pleasant" eines Tages in Ihrem Leben auf und sein sehr symbolträchtiger Name war zuerst da - nicht der knöcherne Detektiv selbst?

Es war nicht so, als hätte ich über einen knöchernen Detektiv nachgedacht und dann nach einem angemessenen Namen, einem Namen, der passt, gesucht. Sein Name war zuerst da. Und manchmal glaube ich, ich mag es, dass die Figuren erscheinen und sofort fertig ausgearbeitet sind. So wie Skulduggery. Es ist sehr selten, dass dies passiert.
Sein Name tauchte auf, ich wusste, wer er war, dass er einen Partner hat - ein junges Mädchen -, und all die anderen Figuren wie China Sorrows und Grässlich tauchten wegen Skulduggery auf, und weil er so dreidimensional in meinem Kopf war.


Also hatte Skulduggery Pleasant von Anfang an eine vollständige Geschichte?

Größtenteils weiß ich alles über ihn. Wissen Sie, es ist dasselbe mit allem was ich schreibe. Ich lasse es locker, damit ich es nach und nach ausarbeiten kann. Aber der gesamte Charakter und eine Menge der ersten sechs Bücher erzählen von Skulduggerys Geschichte. Sie finden nach und nach Hinweise - dann, im sechsten Buch, im nächsten Buch, werden Sie wirklich die Antwort auf das Geheimnis dieser Figur bekommen. Und das war die ganze Zeit in meinem Kopf.
Das Schöne daran eine Serie zu schreiben - und eine lange Serie - war, dass ich jede Idee, die ich jemals hatte, hinein packen konnte. Als ich mit dem Schreiben anfing, kannte ich seine Geschichte, ich kannte seine Geheimnisse. Also habe ich diese nach und nach angedeutet.


"Skulduggery Pleasant" ist sehr bildgewaltig geschrieben, sodass die Bilder schnell vor dem inneren Auge des Lesers zum Leben erwachen. Ist dies Ihrer Arbeit als Drehbuchautor zuzuschreiben?

Ich glaube schon, ja. Ich denke bildlich. Ich neige nicht dazu, zu viel Zeit in den Köpfen der Figuren, mit all ihren Gedanken, zu verbringen. Ich ziehe es vor, dem Leser anhand ihrer Handlungen und Dialoge zu vermitteln, was sie fühlen. Also ja, ich habe einen sehr visuellen Stil. Ich sehe alles in meinem Kopf, bevor es auf der Leinwand ist. So war es schon immer.


Haben Sie bestimmte Rituale, die Sie beim Schreiben einhalten, beispielsweise eine feste Schreibzeit oder eine festgelegte Seitenzahl pro Tag?

Die meisten Autoren haben so etwas. Ich denke, die meisten Autoren möchten 2000 Wörter am Tag schaffen, dann war es ein guter Tag. Für mich passt dies nicht. Ein Buch zu schreiben dauert sechs Monate. Und die ersten drei Monate schreibe ich einige Stunden am Tag. Sie wissen schon, zwei oder drei Stunden täglich, in der zweiten Woche dann drei oder vier Stunden am Tag. Aber dann spiele ich ein paar Tage Computerspiele, schaue Filme oder ... Wissen Sie, in den ersten drei Monaten ist es eine sehr zwanglose Art des Arbeitens. Denn ich weiß, in dem Moment, in dem ich mich für das Buch begeistere, werde ich wie besessen und das einzige, an das ich denken kann, sind das Buch und die Figuren. Ich wache morgens auf und denke an das Buch. Ich gehe ins Bett und denke an das Buch. Es wird mein ganzes Leben. Ich möchte nichts anderes machen. Ich möchte für Monate niemand anderen sehen, weil ich besessen bin.
Mein Schreibritual ist es, es am Anfang ganz locker zu sehen, weil ich weiß, dass ich am Ende besessen sein werde. Am besten schreibe ich nachts und höre erst gegen drei oder vier Uhr morgens auf.


Planen Sie Ihre Romane erst bis ins kleinste Detail, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, oder schreiben Sie einfach drauflos?

Es ist eine Art Mix. Bis zu einem gewissen Grad plane ich, und wenn du eine Serie schreibst, musst du dies auch, denn eine Figur aus dem ersten Buch könnte im sechsten Buch wieder auftauchen. Also musst du entsprechende Hinweise in deinem Kopf haben. Im weiteren Sinne habe ich also schon einen Plan. Aber in dem Moment, in dem ich zu viel planen würde, wenn ich noch vor dem Schreiben jede Kleinigkeit in meinem Kopf durchginge, wäre ich gelangweilt. Ich hätte die Geschichte in meinen Notizen bereits erzählt und nichts würde mich überraschen. Deshalb arbeite ich so: Ich habe einen lockeren Plan und lasse diesen frei genug, um ihn nach und nach zu ergänzen. Ich kann mir Dinge ausdenken, erschaffen und komplett ändern. Aber solange ich einen lockeren Plan habe, fühle ich mich sicher.


Stephanie Edgley alias Walküre Unruh lebte ein ganz normales Leben, bis sie auf den knöchernen Detektiv traf. Lebt diese Figur das aus, wovon Sie in diesem Alter geträumt haben?

Ich hätte es geliebt, ein Abenteuer zu erleben, als ich jünger war, weil ich auf einer Farm abseits von Dublin aufgewachsen bin, immer hart arbeiten musste, und ich mochte die Farm nie. Es war wirklich langweilig. Daher hing ich meinen Tagträumen auf der Farm nach, ich tagträumte in der Schule - ich war nie ein besonders guter Schüler. Ich stellte mir vor, Abenteuer zu erleben. Stephanie - oder Walküre, zu der sie wird - lebt das Leben, das ich mir gewünscht habe. Sie ist die Glückliche. Ich war gelangweilt und musste Jahre der Langeweile erdulden. Aber sie kriegt all die Aufregung, also ... wissen Sie, es ist merkwürdig.


Eine Frage, die mir schon lange auf der Seele brennt: Warum ausgerechnet ein 1954er Bentley R Continental?

[lacht] Der Bentley! Der Bentley hat sich ergeben, weil ich zunächst ein angemessenes Auto für Skulduggery brauchte. Mir fiel kein Auto ein, dass geeignet wäre. Er könnte kein modernes Auto genießen, weil es ihm nicht stehen würde. Meine Lieblingsautos sind die Amerikanischen Wagen der Sechziger, die Mustangs. Aber sie würden nicht zu Skulduggery passen. Bentleys sehen einfach schön aus. Ursprünglich fuhr er einen 1957er Bentley. Als ich meinen Autorenvertrag unterschrieb, hatte mein UK-Verlag ein kleines Geschenk für mich. Sie schickten mir ein Auto, ein klitzekleines Spielzeugauto - einen Bentley. Und eine Notiz lautete: "Wir konnten kein Spielzeug eines 1957er Bentley finden, daher ist dies ein 1954er. Aber es ist dicht genug dran." Und ich betrachtete diesen klitzekleinen 1954er Bentley und das war das Auto, dass er fahren sollte! Ich schaute im Internet nach und stellte fest, dass gerade einmal 208 davon jemals hergestellt wurden. Das ist einfach noch exklusiver. Sie sehen also, da steckt eine Geschichte hinter allem.


Wenn Sie die Möglichkeit hätte, ein zweites Ich aus dem Spiegel klettert zu lassen, dass all die Dinge erledigt, auf die Sie selbst keine Lust haben, was würde dieses Ich für Sie übernehmen müssen?

Wow, wow, wow! [lacht] Mein Spiegelbild wäre derjenige, der in Hotelzimmern bleiben würde. Es würde an Flughäfen warten. Es wäre derjenige, der die Reisen übernehmen würde. Ich würde für die eigentlichen Ereignisse, die Signierstunden und die Treffen mit Lesern, aufkreuzen. Aber es wäre das Spiegelbild, das zu all diesen Orten reisen müsste. Und es würde sich um meine Steuern kümmern. Es müsste die langweiligen Dinge tun: sich mit ein paar meiner Familienmitglieder abgegeben - den langweiligen - und ich würde mich den anderen zuwenden. Ich würde mit meinen Nichten spielen. Ich habe vier von ihnen und sie sind alle jünger als zwei Jahre. Sie sind absolut bezaubernd.
Ich würde es lieben, ein Spiegelbild zu haben, das sich um meine Steuern kümmert. Das wäre fantastisch.


Sie haben ein Blog, auf dem Sie Ihre Fans auf unterhaltsame Art und Weise mit Neuigkeiten rund um "Skulduggery Plaeasant" und teilweise auch Begebenheiten aus Ihrem Leben versorgen.

Ja.


Hier auf der Frankfurter Buchmesse stellen Sie den fünften Band Ihrer Serie vor. Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt mit Ihren Lesern?

Derek Landy 02Jeder ist erstaunt über die Intensität des Kontakts, über das Zusammenspiel zwischen uns. Der Blog ... Ich mache kein Geheimnis aus der Tatsache, dass ich das Schreiben an dem Blog hasse. Ich hasse es. Mein Verlag zwang mich dazu, weil "es eine wirklich gute Idee ist". Aber das Leben eines Schriftstellers ist nicht sonderlich interessant: Wir bleiben den ganzen Tag an unserem Schreibtisch. Daher muss ich mich jede Woche zwingen, eine neue Geschichte zu erfinden. Die Leute, die den Blog besuchen, schreiben ihre Kommentare und starten eine Unterhaltung und ganze Gemeinschaften sind innerhalb des Blogs gewachsen. Für mich ist das zu etwas ganz Verblüffendem geworden. Der Blog ist nun wichtiger als die Website, weil ich dort den Lesern genau mitteilen kann, was gerade passiert, wo ich auf Tour bin, ich gebe die Veröffentlichungsdaten bekannt, zusätzliche Geschichten, zusätzliche Bücher ... Es ist wahrlich etwas Wesentliches geworden. Und das Schöne daran, auf Tour zu sein, ist, dass ich bei jeder einzelnen Menschen treffe, die ich vom Blog kenne.
Es gibt da ein Mädchen mit Namen Liliana - ich habe sie schon getroffen -, die ein Skulduggery-Forum und eine Website aufgebaut hat, wo sich viele unterhalten. Und so kann ich Leute treffen, die ich bisher nur online gesprochen habe. Das ist eine wundervolle Sache, die sich ganz ohne die Verlage im Hintergrund ereignet hat. Es ist auf ganz natürlichem Wege entstanden und nun übernehmen die Leser. Das ist gut. Gruselig, aber gut.


Zusammen mit "Rebellion der Restanten" wird eine Kurzgeschichte exklusiv für die deutschen Fans mit geliefert. Der Loewe-Verlag hatte einen Wettbewerb ausgerichtet, bei dem Fans sich eine spannende Figur ausdenken konnten, die in dieser Geschichte einen Auftritt hat. War es schwer, mit einer Figur zu arbeiten, die jemand anderes erfunden hat?

Das wäre es, wenn die Charaktere nicht so gut gewesen wären. Das war nun das zweite Mal, dass wir diesen Wettbewerb durchgeführt haben. Einmal im englischen Sprachraum und einmal in Deutschland. Und die Sorge war "Was, wenn er nur Einsendungen mit wirklich schlechten Figuren, wirklich scheußlichen Figuren bekommt?" Aber das ist nicht geschehen. In beiden Fällen haben wir erstaunliche Charaktere bekommen. Die Kreativität und das pure Talent sind dort draußen und sie sind immens. Also habe ich den Gewinnerbeitrag bestimmt, weil es eine gute Figur war, eine Figur, die in die Skulduggery-Welt passt. Es ist so, dass es eine Freude zu schreiben ist, weil es so ist, als hätte ich die Figur selbst entworfen. Es ist so natürlich. Mysotis Terra passt und ich treffe die Schöpferin in ein oder zwei Stunden. Das wird das erste Mal sein, dass ich sie treffe. Das wird schön.


Gewonnen hat schließlich die Figur von Alena Metz: Myosotis Terra. Ich finde, dass diese mit ihrer wunderbaren Eigenschaft großes Potential hat. Könnte es sogar sein, dass die Figur Einzug in Ihre künftigen Romane hält?

Wie ich gesagt habe, haben wir einen gleichartigen Wettbewerb in Englisch durchgeführt und die Figur, die gewonnen hat, hieß Geoffrey Scrutinus, und wieder habe ich eine Kurzgeschichte für den Gewinner geschrieben, aber weil es so ein guter Charakter war, hat er seinen Weg in die Bücher gefunden. Ich bin daher ganz gespannt auf die Figur und denke, es könnte ebenso laufen. Aber wie man mich kennt, könnte es sein, dass sie bereits auf den ersten drei Seiten einen grausamen Tod stirbt. Aber das ist nicht der Punkt. Ich denke, es ist ein schöner Leckerbissen für die Gewinnerin, dass sie nicht nur eine Kurzgeschichte bekommt, sondern dass die Figur Teil der Welt der dazugehörigen Bücher wird.


Auf Englisch ist seit kurzem bereits der sechste Band "Death Bringer" auf dem Markt. Können Sie Ihren deutschen Fans ein wenig darüber verraten, worauf sie sich darin freuen können?

Die Sache, über die die meisten Leute sprechen, ist die Enthüllung, die Antwort auf das Geheimnis von Skulduggery. Eine Menge Hinweise sind beantwortet, so dass dies die beträchtliche Kehrtwende auf halbem Weg zum Ende ist. Das nächste Buch, Buch sechs, sehe ich persönlich als meine Art Superhelden-Buch. Wissen sie, jedes Buch ist anders. Das erste Buch war ein Abenteuerbuch, das zweite war wie ein Monsterfilm, das dritte war ein Mystery-Buch, das vierte eine Vergeltungsgeschichte, das fünfte war meine Version von "Die Körperfresser kommen", ein Film, den ich total liebe. Und das sechste ist meine Superheldengeschichte und es sind hauptsächlich zwei spezielle Charaktere, die fliegen - was beim Schreiben wirklich viel Spaß macht. Durch die Lüfte fliegen, sich gegenseitig gegen Gebäude schleudern, das ist einfach Spaß. Aber es entfaltet sich auch eine große Enthüllung und eine Menge Leute werden geschockt sein.


Die Romane haben immer ein etwas offenes Ende, so dass Ihre Leser immer lange Zeit darauf warten müssen, wie es weitergeht. Warum tun Sie das? Wollen Sie Ihre Leser quälen?

Ursprünglich war meine Intention, dies nicht zu tun. Und beim ersten Buch ... ja, es endet augenscheinlich auch offen, aber es hat einen definitiven Abschluss. Und das zweite Buch hat ebenfalls ein abschließendes Ende. Aber dann mit dem dritten Buch, als Skulduggery durch ein Portal gezogen wurde ... allein die Reaktionen der Leser - darauf wartend, dass ihre Bücher signiert werden - , mit einer Miene des Horrors: "Wie konntest du das tun? Wie konntest du? Und nun müssen wir ein Jahr auf das nächste Buch warten!" Es war wirklich schön. Als ich erstmals eine Kostprobe dieser Art der Macht kostete, habe ich erkannt, dass ich jedes Buch so enden lassen und die Leser ein ganzes Jahr quälen könnte. Und das ist es, was ich nun mache. Aber ich habe nicht mit dieser Absicht begonnen. Es ist einfach passiert.


Und nun haben Sie Gefallen daran gefunden.

Ja, es macht so viel Spaß! [lacht]


Wissen Sie selbst immer, wie es im nächsten Buch weitergeht, wenn Sie eins beenden?

Nun, die große Frage ist "Weiß ich, wie es endet?" Denn die Serie dauert insgesamt über neun Bücher an. Weiß ich, wie Buch neun endet? Und die Antwort ist: Nein.
Ich weiß, wovon die Bücher handeln und im Fall von Buch neun weiß ich das auch, aber ich weiß nicht, was passiert. Ich lasse das offen, damit ich es nach und nach ausarbeiten kann. So bleibe ich selbst interessiert. Denn der einzige Weg, wie ich ein Buch schreiben kann, ist Spaß daran zu haben. Und der einzige Weg, Spaß daran zu haben ist, indem ich die ganze Zeit erschaffen kann. Daher weiß ich nicht, ob Buch neun ein gutes oder ein schlimmes Ende hat. Ich weiß nicht, wer leben und sterben wird. Möglicherweise opfert sich Skulduggery, um Walküre zu retten, vielleicht opfert sich Walküre, um Skulduggery zu retten. Eventuell sterben beide, unter Umständen sind sie glücklich bis an ihr Lebensende und werden weiterhin viele Abenteuer erleben. Ich weiß es nicht. Ich hoffe - und das meine ich wirklich so -, dass sie leben, weil ich diese Figuren liebe. Sie haben buchstäblich mein Leben verändert. Offensichtlich liebe ich sie wirklich und hoffe sehr, dass sie überleben. Aber manchmal übernehmen die Figuren und die Geschichte die Führung ... Es wäre grausam, wenn alle am Ende sterben würden, aber es könnte passieren.


Insgesamt sind neun Bände mit dem Detektiv und seiner aufmüpfigen Begleiterin geplant. Bis dahin wird diese Geschichte Sie viele Jahre begleitet haben. Wird Ihnen der Abschied schwer fallen?

Ja, Ich habe im Sommer 2005 mit Schreiben begonnen, das erste Buch wurde auf Englisch 2007 veröffentlicht. Grundsätzlich bin ich seit 2005 mit Skulduggery zusammen und nun ist es Ende 2011, das sind sechs Jahre, in denen Skulduggery und Walküre alles verändert haben. Sie wissen schon, ich arbeite nicht mehr auf der Farm, lebe nicht mehr bei meinen Eltern - ich habe mein eigenes Haus und ich bin nun ein Erwachsener, so eine Art ... nicht wirklich ...
Aber sie haben mein Leben absolut verändert. Das Ende des neunten Buchs - unabhängig davon was in dem Buch passiert, dem abschließenden Buch selbst -, wird nicht leicht sein. Egal ob sie leben oder sterben, ich werde mich von ihnen verabschieden. Soweit schaue ich noch nicht. Wissen Sie, ich schreibe Skulduggery mit einem Lächeln im Gesicht und es wird kein guter Moment sein, wenn ich das letzte Wort schreibe. Das wird überhaupt kein Spaß sein.


Haben Sie Pläne für die Zeit nach "Skulduggery Pleasant"? Oder denken Sie darüber ebenfalls nicht nach?

Sicher denke ich darüber nach. Das ist eine Tatsache. Als wir erkannt haben, dass sich Skulduggery verkauft und ich meine Buchserie schreiben kann, war meine ursprüngliche Absicht, Skulduggery die ersten drei Jahre zu schreiben und dann jedes Jahr ein weiteres Buch raus zu bringen, aber ebenfalls noch ein anderes Buch zu haben, damit ich nicht einfach nur der Skulduggery Pleasant-Autor bin. Aber das hat nicht geklappt. weil meine Zeit für Skulduggery und eine Menge anderer unerwarteter Dinge draufging. Ja, es ist eine Art von Vollzeit-Skulduggery, daher weiß ich nicht, was als nächstes kommen wird. Ich weiß nicht einmal, ob es für jüngere Leser oder für Erwachsene sein wird. Ich habe keine wirkliche Ahnung. Ich mache einfach, was Spaß macht.


Ich danke Ihnen vielmals für das Interview und wünsche Ihnen noch viel Spaß auf der Frankfurter Buchmesse!


Hier können Sie sich die komplette Lesung auf der Frankfurter Buchmesse anschauen:

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