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Eine neue Bedrohung treibt die Überlebenden der Zombie-Apokalypse zu verzweifelten Schritten: Die barbarischen Einwohner eines benachbarten Ortes sinnen auf Rache, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie die Zuflucht finden. Rick Grimes ist krank vor Sorge um seine hochschwangere Frau und ihr ungeborenes Kind. Die anhaltende Belagerung durch die Untoten fordert derweil weitere Opfer.

 

The Walking Dead 7 

Originaltitel: The Walking Dead #37-42
Autor: Robert Kirkman
Übersetzer: Marc-Oliver Frisch
Illustrator: Charlie Adlard und Cliff Rathburn
Verlag: Cross Cult Verlag
Erschienen: 17. November 2016
ISBN: 978-3-86425-809-1
Seitenzahl: 140 Seiten
Altersgruppe: ab 16 Jahren (Verlagsempfehlung)

 


Die Grundidee der Handlung
Nach der Flucht aus Woodbury bereiten sich Rick und seine Freunde auf den bevorstehenden Racheakt des Gouverneurs vor. Eine Gruppe sucht die abgelegene Kaserne, um Waffen zu besorgen, während Lori im Gefängnis mit der Schwangerschaft zu kämpfen hat. Carol fasst einen grausigen Plan und setzt diesen um, während Dale eine Zombie-Attacke mit Folgen überlebt. Schließlich setzen die Wehen ein und Lori bekommt ein Mädchen. Als die gute Laune für einen Moment obsiegt, steht plötzlich der Gouverneur mit seiner Truppe vor dem Gefängnis, bereit zum Kampf auf Leben und Tod.

Im Vergleich zum letzten Band ist dieser hier eher ruhiger gehalten. Es wird mehr auf die Einzelschicksale eingegangen und hier und da gibt es die ein oder andere blutige oder schauderhafte Szene. Die Figuren kommen wie immer im sehr gewöhnungsbedürftigen Zeichenstil daher und diesmal fällt auf, das es Zeichnungen gibt, die einen unsauberen Eindruck hinterlassen.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Im Laufe der Reihe und schließlich nun beim siebenten Band angekommen, sollte man sich an die eigensinnigen Zeichnungen gewöhnt haben. Dennoch fällt diesmal besonders auf, dass es Zeichnungen von Charakteren gibt, die asymmetrisch und streckenweise unsauber gezeichnet wirken. Es gibt Bilder von weiblichen Figuren, denen es in vereinzelten Zeichnungen plötzlich am Femininen fehlt. Auf der anderen Seite sind da Gesichtsausschnitte, die verschoben und unsauber, eher kantig wirken. Das ist teilweise skurril und schnell „hin geklatscht“. Das überhaupt lustigste ist eine Szene von Lori, die gerade ihr Kind bekommt und ein Gesicht verzieht wie der „Hellblazer“ persönlich.

Es geht damit einher, dass es den Zeichnern nur wenig gelingt, eine glaubhafte Atmosphäre zu schaffen, mangelt es doch auch sehr oft an Hintergründen und Umgebungszeichnungen. Das Augenmerk liegt auf den Protagonisten und diese sind stellenweise echt „daneben.“ Ich muss erwähnen, dass der gewöhnungsbedürftige Zeichenstil zu Beginn wirklich schwer zu ertragen ist. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, dann wird daraus ein durchaus spannender Comic. Band 7 allerdings sprengt irgendwie den Rahmen und zeigt Bilder auf, die nicht mal auf der letzten Seite einer großen bekannten Zeitung mit vier Buchstaben landen würde.

Ein durchaus gelungener Aspekt ist die Wandlung der Gesamtgeschichte vom letzten Band zum vorliegenden. Hier dreht es sich dramatisch um die Einzelschicksale, es werden Entscheidungen getroffen und neue Stränge eröffnet. Im letzten Band ging es mehr um das große Ganze. Es gab viel Action, viel Blut, viel Horror. Dieser Band ist ruhiger, wenn auch deshalb nicht weniger dramatisch. Panels sind gleichmäßig angeordnet und ergeben ein optisch reines Gesamtbild.

Ein großes Lob an den Text. Wie immer gibt es sehr ausführliche Dialoge zwischen den Charakteren. Es werden Stellungen der einzelnen Mitglieder klar, Sichtweisen verdeutlicht und Entscheidungen sauber ausdiskutiert. Im Zuge dessen erklärt sich dem Leser so ziemlich jeder Schritt der Geschichte und man kann sagen, dass es dem Autor gelingt, seine schriftliche Raffinesse im Zuge des apokalyptischen Umstands hervorragend umzusetzen. Fokussierend bringt er jede Figur ins Rampenlicht der jeweiligen Situation und er verschwendet keinen Cent daran, irgendeinen Charakter zu kurz kommen zu lassen.


Aufmachung des Comics
Das Softcover erscheint in typisch roter Aufmachung und zeigt Lori und Rick in stehender Pose, wobei beide ihre Hände umschlungen auf den Bauch von Lori liegen haben. Der restliche Hintergrund ist in schwarz und etwas blau gehalten und in ebenfalls schwarz-blau gefüllten Lettern steht im gewöhnlichem Artwork der Titel der Serie. Oberhalb des Titels befinden sich in weißer kleiner Schrift die Namen des Autors und der Zeichner, unterhalb die Überschrift des aktuellen Bandes.

Die Rückseite ist wie immer in rot gehalten und zeigt einen kurzen Einleitungstext zum Band. Es gibt eine Altersempfehlung des Verlags sowie Angaben zum Verlag und ein Statement zur Serie.


Fazit
Eine eher ruhige Fortsetzung mit mäßigen Zeichnungen, die mit dem Vorgänger nicht mithalten kann.


2 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 2: Ein langer Weg
Band 3: Die Zuflucht
Band 4: Was das Herz begehrt
Band 5: Die beste Verteidigung
Band 6: Dieses sorgenvolle Leben

 

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