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Lichtwerke 

Berlin, in den dunklen Kriegsjahren 1942

Der SS-Offizier Jonas Danneberg hat die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und verhilft der Reichsregierung zu wichtigen Siegen. Während er im Herzen Berlins seiner Kollegin Miriam näherkommt, tobt auf der Welt die Schlacht. Doch als seine Visionen stärker werden und er das ganze Ausmaß des Krieges erkennt, beginnt er, an der Richtigkeit seines Handels zu zweifeln. Erst als eine alte Magierorganisation mit ihm Kontakt aufnimmt, stellt er sich den Fragen, die ihn schon sein Leben lang quälen. Die Menschen führen nicht nur Krieg untereinander, sondern eine ganz andere Bedrohung scheint nach der Macht über alle Lebewesen zu greifen. Verhindern können dies nur die Magier der Lichtwerke. Jonas muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Der Kampf um das Wohl der Menschheit beginnt ...

bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: 04.06.2013

Verlag: bookshouse
Preis Taschenbuch: 12,99 Euro
Preis E-Book: 4,99 Euro
Seitenzahl: 276 Seiten (460.000 Zeichen)

Hinweis: Bei dieser Vorablesen-Aktion wird das E-Book verlost. Gib daher bitte direkt mit an, welches Format du im Falle eines Gewinns bevorzugst (PDF, ePub, mobi).

Leseprobe

Die Leseprobe wurde inzwischen entfernt.

Hinweise

Bei diesem Titel werden mindestens drei, maximal sieben Exemplare verlost - abhängig von der Anzahl der abgegebenen Kommentare:

  • minimale Anzahl zu verlosender Exemplare: 3
  • ab dem 20. Leseeindruck kommt alle 10 Kommentare ein weiteres Exemplar in den “Lostopf”
  • maximale Anzahl zu verlosender Exemplare: 7 (das ist bei 50 Leseeindrücken der Fall)
  • Die ersten Seiten von Dunkle Visionen hatten direkt mein Interesse an der Geschichte geweckt. Es gibt kein langatmiges Vorgeplänkel, die Handlung wird direkt vorangetrieben und es wird ein klares Bild von der Umgebung gezeichnet, dass man sich die Szenen gut vor Augen führen kann. Insbesondere aber Jonas, dessen Charakter sich durch einige sympathische und andere weniger schmeichelhafte Züge auszeichnet, hat meine Neugier bestärkt.

    Allerdings hat sich die anfängliche Euphorie mit der Zeit etwas im Sande verlaufen, denn die Geschichte konnte mich leider nicht ganz so fesseln, wie ich mir anfangs erhofft hatte. Auch habe zu kaum einer der Personen einen Zugang gefunden.

    Insgesamt hatte ich auch den Eindruck, dass die Handlung zeitweise stagniert, dass es nicht so recht voran kommt und erst zum Ende hin wieder Fahrt aufnimmt. Dann aber wird es nochmal spannend und wirklich dramatisch. Mit einem Finale, das einen erst einmal inne halten lässt, um das gerade erlebte zu verarbeiten, gelingt es dem Autor, dass sich die Geschichte, die ich bis dahin für mich eher in die Kategorie 'ganz nett' einsortiert hatte, auf der Zielgeraden doch noch in mein Gedächtnis haftet.

    Das größte Problem hatte ich, wie ich zugeben muss, wohl damit, den Jonas vom Beginn der Handlung mit dem späteren Jonas in Einklang zu bringen. Er durchlebt eine charakterliche Wandlung die auf mich etwas befremdlich, weil doch irgendwie abrupt, wirkt. Anstatt dass seine Ecken abgemildert werden, scheinen diese sich plötzlich in Luft aufgelöst zu haben. Sicher ist so jemand als Protagonist zugänglicher und wohl auch sympathischer, aber ich fand gerade die Zwiespältigkeit, also den Kontrast zwischen sympathisch und unnahbar, so spannend.

    Zum einen äußert sich dieser Wandel in Jonas' Privat- bzw. Liebesleben. Am Anfang, in der Szene im Lokal mit seiner Freundin (bzw. Ex in spe), wirkt er beziehungstechnisch regelrecht abweisend und kalt, seine Gefühle lässt er nicht nach außen dringen und nur der Leser erfährt, wie es in seinem Inneren wirklich aussieht. Dann aber verliebt er sich praktisch in Rekordtempo Hals über Kopf in Miriam, und wirkt wie ausgewechselt. Das ging mir dann doch ein wenig zu schnell, vor allem da die erste Begegnung der beiden wenig harmonisch - geschweige denn romantisch - abläuft: Sie beschuldigt ihn der Scharlatanerie und Jonas ist drauf und dran, Miriam, von der er eine niedrige Meinung hat, wegen ihres ihm gegenüber respektlosen Verhaltens zu melden. Wo kommt also die plötzliche Liebe (von beiden Seiten) her?

    Und dann ist da noch der andere Punkt.
    Jonas unterstützt mit seinen Visionen die deutsche Wehrmacht, er fühlt sich seinem Land verpflichtet, gleichzeitig leidet er aber physisch unter den Begleiterscheinungen seiner übernatürlichen Gabe, was sich in immer heftigeren körperlichen Zusammenbrüchen äußert.
    Zu den eingangs erwähnten weniger schmeichelhaften Charakterzügen von Jonas, zählen meiner Meinung nach ein gewisses Maß an Ignoranz ("Als Offizier in der Schutzstaffel hatte man gewisse Privilegien, zum Beispiel eine eigene Wohnung, wobei die SS bei der Beschaffung erheblich nachgeholfen hatte. Die näheren Umstände kannte er nicht, wollte er auch nicht wissen.") und Skrupellosigkeit (die Folgen seines Handelns müssen ihm bewusst sein, denn es sind zwar Opfer auf der gegnerischen Seite, doch wird seinerseits kein Gedanke darauf verwendet, dass er mit seinen Visionen Menschen in den Tod schickt).
    Tief blicken lässt auch ein Zitat, in dem Jonas seinen Eindruck über seinen Vorgesetzten Berger schildert: "Jonas musste unweigerlich an die andere Seite des Hauptsturmführers denken. Nicht die väterliche, verständnisvolle, sondern die cholerische, schikanierende Art. Wie er nur zum Spaß Rekruten im Regen hat exerzieren lassen, bis sie sich übergaben oder wie er einen ganzen Zug zusammenschrie, wenn seine Befehle nicht aufs Genaueste ausgeführt wurden. [...] Jonas kannte beide Seiten von Otto Berger und wusste nicht, welche er am meisten mochte."

    Wie wird nun jemand mit so einer Persönlichkeit zu einem Kämpfer um das Wohl der Menschheit bzw. zu einem Weltenretter? Eine wirklich zufrieden stellende Antwort konnte mir die Geschichte nicht wirklich liefern, aber es ist zumindest verständlich, dass die Visionen vom Holocaust die Abkehr vom Nationalsozialismus ausgelöst haben.

    Durch das Auftreten der Lichtwerke wird der Krieg (der Menschen) in den Hintergrund gedrängt - dieser spielt aber eine nicht unbedeutende Rolle für den Ausgang der Geschichte - und vom klassischen Kampf 'Licht gegen Dunkelheit' überlagert. Hier erscheinen dann auch, mit Magiern und übernatürlichen Wesen (Letztere allerdings nur ganz am Rande), die fantastischen Elemente des Romans. Wer hin und wieder mit dieser Thematik in Kontakt kommt, wird hier nichts wirklich bahnbrechend Neues erleben. Recht interessant fand ich aber, dass in einer philosophischen Anwandlung das Dilemma der Guten aufgegriffen wird. Wenn nämlich deren Aufgabe darin besteht, zu schützen, und zwar unterschiedslos sowohl gute als auch schlechte Menschen, kommen unweigerlich irgendwann Zweifel an der Richtigkeit dieser Unparteilichkeit und die Frage nach dem, wer es überhaupt verdient, gerettet zu werden.

    Vielleicht hätte ich mir für die Geschichte etwas mehr Tiefe erhofft. So war es zwar unterhaltsam und flüssig zu lesen, hat aber vom Finale abgesehen keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

    Das Ganze scheint auf eine Reihe ausgelegt zu sein, man kann diesen Teil meiner Meinung nach aber problemlos als Einzel Roman lesen.

  • "Lichtwerke 1 - Dunkle Visionen" von Sebastian Thiel ist ein Fantasyroman, der im zweiten Weltkrieg spielt. Das Deutsche Reich versucht, auch besondere Gaben zu seinem Vorteil einzusetzen. Jonas hat hellseherische Fähigkeiten, die helfen sollen, Angriffe des Feindes vorher zu kennen. Da er aber wenig Kontrolle über seine Fähigkeiten hat, sieht er auch immer wieder Todeslager, was ihn schwer trifft. Er verliebt sich in Miriam, die Tochter seines neuen Vorgesetzten, der ein fanatischer Nazi ist. Als eine geheimnisvolle Organisation namens Lichtwerke Kontakt zu ihm aufnimmt, hält er sie zunächst für Verräter und Spione. Später erfährt er, dass es sich um Magier handelt, die die Menschheit vor Vampiren und anderem Bösem beschützen wollen. Als er selbst für einen Verräter gehalten wird, will Jonas mit Miriam fliehen...

    Grundsätzlich finde ich die Idee und die geschaffene Welt gut. Da liegt eine Menge Potential darin. Auch der Aufbau war toll. Mir hätte es aber besser gefallen, wenn alles nicht so gerafft sondern etwas ausführlicher dargestellt worden wäre. Das hätte auch den Charakteren gut getan.
    Nach dem Lesen des vorletzten Kapitels habe ich so eine Ahnung, was im nächsten Band passieren könnte. Mal sehen, ob ich richtig liege.

  • Das wusste ich nicht, dass man dafür das mobi-Format nutzen kann. Danke für den Hinweis. Werd ich mir fürs nächste Mal merken.
    Mich würde aber auch interessieren, wie das jetzt funktioniert mit dem Übertragen des ebooks.

  • Vielen Dank! Wie funktioniert das jetzt, bekomme ich eine Mail mit einem Link zum runterladen?

  • Die Gewinner sind:

    - Sonja12345
    - acherontia

    @acherontia: Für den Kindle kannst du am besten das mobi-Format verwenden.

    Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer Bücherwurm!

  • Der Schreibstil macht es leicht sich in die Geschichte hineinziehen zu lassen. Man bekommt durch die Beschreibungen ein gutes Bild von der Umgebung und es ist, als ob man Jonas direkt begleiten würde, statt nur über ihn zu lesen.

    Protagonisten und wie ich zu ihnen stehe, stellen für mich eines der wichtigsten Kriterien dar, um zu beurteilen ob mir eine Geschichte gefällt oder nicht. Und Jonas hat mich bereits auf den ersten Seiten für sich eingenommen. Einige Dinge (z.B. die Reaktion auf Miriam Claasens Unterstellung oder auch Jonas Meinung zu den zwei Seiten seines Vorgesetzten Berger) halten mich davon ab, zu behaupten, er sei ein netter Typ. Bisher hat sich bei mir der Eindruck einer seltsamen, aber interessanten und irgendwie widersprüchlichen Mischung aus 'unnahbar' und 'sympathisch' eingestellt, vermutlich auch durch die scheinbare Gegensätzlichkeit seines Charakters. Die Nüchternheit nach außen gegenüber den starken Gefühlen, die in seinem Inneren toben, eine gewisse Skrupellosigkeit, das Pflichtgefühl und die Opferbereitschaft, die Erschöpfung, Ängste ... Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht, unter anderem auch wegen der Situation, der sich Jonas am Ende der Leseprobe gegenüber sieht - definitiv keine angenehmen Aussichten -, insbesondere aber darauf, wie es sich darstellt, wenn er "an der Richtigkeit seines Handels zu zweifeln" beginnt.

    Über die "fantastische" Komponente in diesem Roman erfährt man, abgesehen von Jonas' Talent, bisher noch nichts. Es ist also bisher noch unklar, wie sich dieser Bestandteil in die Geschichte integriert.

    Im Fall eines Gewinns müsste es für mich als Kindle Besitzer wohl ein PDF Dokument sein.

  • Falls ich einen E-Book-Reader haben muss, verzichte ich.

  • Wenn es die Möglichkeit gibt, das E-Book einfach als PDF-Datei auf dem Laptop zu lesen, mache ich gern mit. Einen Reader habe ich nicht.

    Die Leseprobe zeigt noch nicht viel. Jonas wird im Dritten Reich zur Informationsermittlung eingesetzt. Dazu benutzt er magische Fähigkeiten. Weil Aberglauben in Dritten Reich eine große Rolle spielte und die Arier als Übermenschen angesehen wurden, kann ich mir gut vorstellen, dass es solche Experimente gab (entweder als paranormale Experimente oder vielleicht auch wirklich mit magischem Hintergrund). Das ist zumindest ein interessanter Hintergund. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

  • Geschichte, und besonders der 2.WK, ist mein Steckenpferd, allerdings beschäftige ich mich bevorzugt mit der Sachliteratur zu diesem Thema. So dachte ich mir, es wäre Mal ganz interessant zu schauen, was die Leseprobe hier bietet. Nun. Den Umschlag finde ich grauenvoll. Das erinnert an eine billige Romanze mit Krieg im Hintergrund.
    Der Autor scheint auch nicht sehr genau recherchiert zu haben - schon der Vorname Jonas wäre bei einem SS-Mann in DER Zeit kaum möglich. Und eine Pferdeschwanz-Frisur bei einer uniformierten Frau unmöglich. Aber vielleicht bin ich einfach nur zu pingelig, wenn es um Historisches geht.
    Jonas ist meiner Meinung nach kein sympathischer Mensch, aber das muss ein Protagonist gar nicht sein. Der Schreibstil könnte etwas klarer (nicht mit "einfacher" verwechseln!) sein.
    Der Anfang gefällt mir so lala, aber ich lasse mir auch gerne vom Gegenteil überzeugen...
    (sollte ich ausgelost werden, bitte um ePub-Format).

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