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Die Tochter des Tuchkaufmanns  Ulm im Jahr 1485. Die kaufmännisch begabte Jolanthe rivalisiert mit ihrer Schwester Sieglinde um das Unternehmen ihres kranken Vaters. Als auch noch Pascal, ein undurchsichtiger französischer Kaufmann, sich auffallend um die beiden Schwestern bemüht, eskaliert die Situation. Was führt der Fremde im Schilde? Warum hilft er Jolanthe bei ihren heimlichen Geschäften? Sie muss bis in die blühende Handelsstadt Venedig reisen, um die Fäden zu entwirren.

bibliographische Angaben

Erscheinungsdatum: 13.08.2012

Verlag: Gmeiner
Preis: 12,90 Euro               
ISBN: 978-3-8392-1296-7
Seitenzahl: 461 Seiten, Paperback

Leseprobe

Die Leseprobe wurde inzwischen entfernt.

Hinweise

Bei diesem Titel werden mindestens drei, maximal sieben Exemplare verlost - abhängig von der Anzahl der abgegebenen Kommentare:

  • minimale Anzahl zu verlosender Exemplare: 3
  • ab dem 20. Leseeindruck kommt alle 10 Kommentare ein weiteres Exemplar in den “Lostopf”
  • maximale Anzahl zu verlosender Exemplare: 7 (das ist bei 50 Leseeindrücken der Fall)
  • Inhalt:
    Es ist das Jahr 1485 zu Ulm als Jolanthe, die Tochter eines Tuchkaufmanns, versucht selbst in den Handel einzusteigen. Sie hat bei ihrem Vater das Handwerk des Kaufmanns erlernt und geht ihm seid einigen Jahren zur Hand. Der französische Kaufmann Pascal greift Jolanthe dabei hilfreich unter die Arme. Die Schwester von Jolanthe, Sieglinde, findet ihr Verhalten unpassend und für eine Frau nicht akzeptabel. Die Situation eskaliert und Jolanthe beschließt in die Handelstadt Venedig zu reisen um selbst Handel treiben zu können. Was führt Pascal im Schilde? Warum hilft er Jolanthe und was hat Sieglinde zu verbergen?

    Meine Meinung:
    Der Erzählstil von Susann Rosemann ist einfach gehalten und so lies sich die Geschichte gut lesen. Das Leben einer Kaufmannsfamilie und die damit verbundenen Risiken sind gut und glaubwürdig dargestellt. Wobei es mir schwer viel die eigentliche Geschichte um Jolanthe zu glauben. Sie wird als junge Frau dargestellt die allein Entscheidungen treffen darf, sie reist mit einem ihr fremden Mann nach Venedig ohne die Einwilligung der Eltern, dass scheint mir doch nicht so ganz glaubhaft. Schließlich spielt die Geschichte im 15 Jahrhundert und Frauen war es damals verboten irgendetwas allein zu entscheiden. Es sei denn Frau war Witwe, was Jolanthe ja nicht war. Sie war einen unverheiratete Jungfer. Aber so bald ich für mich diesen Manko ausgeblendet hatte, gefiel mir die Geschichte recht gut. Das Leben dieser Epoche wird gut dargestellt und durch den bildhaften Erzählstil der Autorin entstanden schnell Bilder in meinem Kopf. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten. Es hat Spaß gemacht sie kennen zu lernen und zu begleiten.

    Leider fehlt ein erklärendes Nachwort der Autorin und so bleibt es dem Leser/erin selbst überlassen, was er/sie Dichtung oder Wahrheit sein lässt. Schade ich hätte gern gelesen, was Fiktion und Wahrheit ist. Gerade bei einem historischen Roman interessiert es mich immer sehr.

    Mein Fazit: „Die Tochter des Tuchkaufmanns“ ist ein netter historischer Roman über das Leben einer Kaufmannstochter im 15 Jahrhundert. Er enthält eine Liebesgeschichte, einige Intrigen ein wenig Spannung, kurzum alles was meiner Meinung nach zu guter Unterhaltung dazu gehört. Ich hatte einige nette Lesestunden.

  • Winald ist ein Tuchhändler und hat zwei Töchter: Sieglinde und Jolanthe. Als die Mutter der Mädchen stirbt, übernimmt Sieglinde als die ältere Tochter den Haushalt. Jolanthe interessiert sich mehr für die Arbeit ihres Vaters. Sie zeigt auch Talent für den Handel, doch sowohl der Vater als auch die Schwester halten nicht viel von ihren neuen Ideen und ihrem Tatendrang.
    Dann jedoch hat Winald einen Unfall, und Jolanthe springt für ihn im Handelsgeschäft ein. Hilfe bekommt sie von Pascal Pallet, was allerdings der Vater gar nicht gerne sieht. Der hat noch eine Rechnung mit dem jungen Händler offen…
    Ich lese sehr gerne historische Romane und war von der Leseprobe zu diesem Buch schon sehr angetan. Die Erwartungen waren also hoch, als ich das Buch endlich in Händen hielt. Als ich dann mit dem Lesen beginnen konnte, hätte ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Es ist einfach sehr mitreißend geschrieben, und ich habe mich in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt gefühlt.
    Jolanthe war mir trotz ihres Sturkopfs sehr sympathisch. Sie ist stark, mutig und engagiert und hat das Herz am rechten Fleck.
    Auch die anderen Figuren sind sehr schön beschrieben, so dass man sich von allen ein gutes Bild machen kann. Sie wirken echt und lebendig.
    Der Schreibstil ist sehr leicht, dabei aber nicht anspruchslos, sondern einfach packend und fesselnd. Die einzelnen Kapitel haben für mich die optimale Länge, und die Schrift ist angenehm groß. So flog Seite um Seite schnell dahin.
    Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, diesen historischen Schmöker zu lesen, und ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen!

  • Nach dem viel zu frühen Tod der Mutter, muss die älteste Tochter Sieglinde den Haushalt übernehmen. Während ihr Vater Winald sich um das Handelskontor kümmert, hält sie alle Fänden in der Hand. Ihre Schwester Jolanthe kann so unbeschwert heranwachsen und statt sich mit um den Haushalt zu kümmern, schleicht sie sich immer wieder in zu ihrem Vater. Dieser erkennt, dass seine Tochter zwar eine geborene Buchhalterin ist, aber mehr traut er ihr nicht zu. Jolanthe hingegen träumt davon, endlich selbstständig Handel treiben zu können und gewagte Neuerungen einzuführen. Als der Vater einen schweren Unfall erleidet, sieht sie sich ihren Träumen ein Stückchen näher. Doch Sieglinde traut ihr nicht. Mit aller Macht stellt sie sich ihrer Schwester in den Weg. Einzig der Händler Pascal Pallet sieht Jolanthes Potenzial und versucht ihr zu helfen. Doch der Vater hat einen mörderischen Hass auf diesen jungen Mann. Doch warum? Jolanthe verstrickt sich immer weiter und droht, sich in ihren waghalsigen Ideen zu verrennen.

    Das Cover zeigt eine junge Frau, gekleidet in kostbare Gewänder und mit wertvollem Schmuck behangen. Im Hintergrund ist mit einer Bleistiftzeichnung eine mittelalterliche Stadt zu sehen. Es wirkt wie ein Gemälde und passt sehr gut zu Titel und Inhalt.

    Susann Rosemann schafft es mit ihrem flüssigen Schreibstil, mich sofort in die Welt des Mittelalters zu entführen. Zudem ist die Schrift sehr groß, was das Lesen sehr angenehm macht. Die einzelnen, recht kurzen Kapitel verleiten dazu, immer weiter zulesen, was auch bei mir der Fall war.
    Die Autorin schildert das Leben eines Tuchkaufmanns und die Verstrickungen in der Gilde sehr anschaulich und nachvollziehbar. Aber nicht nur in den Handel gewährt sie großzügig Einblick, sondern auch auf das Leben im Allgemeinen. Susann Rosemann eröffnet einen Blickwinkel auf das Leben im Mittelalter. Wie und vorallem was wird einkauft, wie ein Haushalt geführt. Am meisten hat mich an diesen Schilderungen der Pfeffer fasziniert. Heute benutzen wir ihn ganz selbstverständlich, doch damals kaufte man die Pferfferkörner noch einzeln. Anhand solcher kleinen Beispiele webt die Autorin ein feines Netz, in denen sie ihre Leser gefangen hält und auf einfache Art und Weise ihnen das Leben im Mittelalter plastisch näher bringt. So konnte ich ganz entspannt mit Jolanthe über den Markt spazieren, mir die Stände angucken und ihrem Verhandlungstalent lauschen.

    Ihre Protagonisten lässte Susann Rosemann authentisch und lebensnah vor den Augen ihrer Leser entstehen. Sieglinde, die gestanden Hausfrau, die im großen und ganzen mit ihrem Leben zufrieden ist, aber stets nach Höherem strebt. Jolanthe, die einen fast aussichtslosen Kampf im Handel führt, da sie als Frau nicht anerkannt wird. Mit ihrer Sturheit und Verbissenheit steht sie sich manchmal selber im Weg. Der eigensinnige und verbohrte Vater erscheint fast am interessantesten, da er alle schlechten Eigenschaften eines Mannes der damaligen Zeit wiederspiegelte. Nur aus Pascal Pallet bin ich anfangs nicht recht schlau geworden. Er ist zu flüchtig und schwer zu greifen. Was ihn antreibt, warum er im Hause Kun so ungern gesehen ist und was für einen Streit er mit Winald hat.

    An manchen Stellen hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Sieglinde und ihre Schwester Jolanthe haben häufig Auseinandersetzungen, aber tiefgreifende Gefühle wie Hass, werden nicht vermittelt. Auch die Streitereien mit ihrem Vater und die Verbundenheit mit Pascal waren für meinen Geschmack etwas oberflächlich gehalten. Dies stört zwar den Erzählfluss nicht im Geringsten, würde das Buch aber mehr von anderen Werken abheben.

    Mein Fazit
    Ein interessantes, gut strukturiertes Werk über das Mittelalter und den Tuchhandel. Flüssig geschrieben und gut zu lesen!

  • Mein Buch ist am Samstag schon bei mir eingetroffen. Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für die schnelle Lieferung :-)
    LG
    nirak

  • Vielen Dank an meine Glücksfee hier. Ich freu mich :-)

    Herzlichen Glückwunsch auch an die anderen zwei Gewinner!

    lg
    nirak

  • Schade, dass es nicht geklappt hat, aber ich habe ja letzte Woche eines hier gewonnen. Wer weiß, vielleicht kaufe ich es mir ja noch. Mal sehen.
    Auf jeden Fall gratuliere ich allen drei Gewinnern und wünsche viel Spaß beim Lesen.
    Liebe Grüße
    Lerchie

  • Je ein Exemplar des Buches haben gewonnen:

    - Sternenstaubfee
    - Elohym78
    - nirak03

    Viel Spaß beim Lesen wünscht euch
    die Leser-Welt-Redaktion

  • Ein schönes Cover wurde meiner Meinung nach auf jeden Fall schon mal für diesen Roman ausgewählt, da es einfach gut zu einem historischen Roman passt und soweit ich mich damit auskenne, auch die Kleidung der Person auf dem Cover zutreffend für die dargestellte Zeit ist.

    Die Leseprobe hat mir auf jeden Fall von ihrem Schreibstil her sehr gut gefallen, da man sich einfach so wunderbar in die Szenen einfühlen konnte, da alles so bildhaft beschrieben war, als wäre man selbst dabei gewesen.
    Interessant finde ich auch, wie unterschiedlich die beiden Schwestern doch sind fand ich ziemlich interessant, wobei mir selbst bisher Jolanthe noch ein wenig sympathischer war. Auch wenn ich Sieglinde ein wenig verstehen konnte.

    Den Gast, der vermutlich der in der Kurzbeschreibung erwähnte sein wird, fand ich auch schon sehr interessant und nicht nur seine Person selbst und sein doch eher mysteriöses Auftreten, sondern vor allen Dingen auch seine Wirkung auf die beiden Schwestern war schon sehr spannend.

    Wirklich den Krimianteil habe ich jetzt noch nicht ganz gefunden, aber ich vermute, dass sich in die Richtung noch einiges mehr ergeben wird und ich bin schon gespannt, wie es zwischen Jolanthe und dem mysteriösen Besucher, da ja beide darin dann verwickelt zu sein scheinen, weitergeht und wie Sieglinde da evntuell noch mitspielt.

  • Der Prolog startet im Sommer 1475 in Ulm: Die Mutter von Sieglinde und Jolanthe entbindet gerade, doch die Geburt ist problematisch. Jolanthe möchte gerne das "Kräuterweib Martha" holen, doch Sieglinde ist damit nicht einverstanden.
    1. Kapitel - Frühling 1485: Durch den Tod der Mutter sind die beiden Schwestern Sieglinde und Jolanthe auch weiterhin auf Konfrontationskurs. Zu verschieden sind die beiden, so schafft es Sieglinde ganz gut den Haushalt zu führen, während Jolanthe etliche kaufmännische Belange der Geschäfte ihres Vaters erledigen darf - sogar die Abrechnungsbücher werden ihr letztendlich übertragen, was sie mit großem Stolz erfüllt. Jolanthe schafft es, sehr gut mit wenig Geld auszukommen - sehr zum Leidwesen ihrer Schwester, die in der Küche nur beste Qualität verkochen möchte, um so auch wichtigen Besuchern ihres Vaters etwas Leckeres zu bieten. Doch Jolanthe ist da etwas anderer Meinung...
    Sieglinde fordert Jolanthe heraus, indem sie ihr aufträgt den Nachtisch zuzubereiten, Zimtpuddig sollte es sein. Doch Jolanthe schafft es nicht, sie ist nun mal keine Köchin.
    Der Gast ihres Vaters ist ein ziemlich undurchsichtiger Mann, der wohl beiden Schwestern gefällt. Für die Beziehung der beiden ist es wie Öl ins Feuer gießen...

    Das Cover gefällt mir sehr. Gut passend für einen historischen Roman.
    Stil/Sprache finde ich wunderbar ausdrucksstark. Besonders in die Marktszene kann man sich dadurch gut in die Szene hineinversetzen. Sehr flüssig und fesselnd zu lesen.

    Die Leseprobe hat mir außerordentlich gut gefallen. In der Leseprobe konnte man jedoch noch nichts vom "Historischen Kriminalroman" bemerken. Ich würde sehr gerne weiterlesen und die Geheimnisse dieser Geschichte herausfinden.

  • Nach dem viel zu frühen Tod der Mutter übernimmt Sieglinde den Haushalt. Ihre jüngere Schwester Jolanthe sieht sich eher dazu berufen, ihrem Vater in seinem Handelskontor zu helfen. Die beiden Schwestern sind grundverschieden, was zu ständigem Streit führt. Als sich die beiden auch noch in den gleichen Mann verlieben, scheint das Chaos vorprogrammiert.

    Selten habe ich eine Leseprobe gelesen, die mich dermaßen fesseln konnte! Von der ersten Seit an, hielt mich Susann Roesemann mit ihrem wunderbaren Schreibstil gefangen. Zum eine schilder sie das Leben im mittelalterlichen Ulm dermaßen anschaulich, dass ich mich mit Jolanthe auf dem Markt sah und mit den Händlern feilschte. Aber nicht nur die schönen und aufregenden Seiten dieser Zeit schilder Rosemann, sondern auch die schlechten Seiten der Armut. Die Verhandlungen mit den Marktleuten der jungen Jolanthe hielten mich zum einen in Atem, zum anderen konnte ich mich eines Schmunzelns nicht erwehren. Sie scheint mit genug Witz und Selbstbewusstsein ausgestattet zu sein, um ihr Leben zu meistern. Der Gegensatz zu ihrer herrischen Schwester Sieglinde könnte nicht größer sein, auch wenn diese dies bestimmt nicht böse meint, sonder einfach von der zu frühen Verantwortung überfordert war.

    Tja, und jetzt muss ich einfach wissen, wie das Leben der beiden Schwestern weiter verläuft! Vorallem Jolanthes weiterer Werdegang interessiert mich sehr und ich würde das Buch sehr gerne lesen!

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