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Spoon & White - XXL (Léturgie/Yann/Léturgie); Band 6

Als die beiden Cops für ihren Chef die neuen Schlankheitspillen Grem 443 besorgen sollen, kommen sie nicht nur zu spät, sondern packen stattdessen auch noch ein Fläschchen Appetitanreger ein!

Natürlich bleibt dem Kommissar dieser Fehlgriff nicht verborgen und er gibt ihnen genau einen Tag, um die richtigen Pillen herbeizuschaffen. Also sollen die beiden des Nachts da einbrechen, wo die Pillen hergestellt werden: die Mochy Laboratorien.

Grundstoff dieser Pillen ist der Saft eines Kaktus, den die Shoshot-Indianer schon seit grauer Vorzeit verwenden, und eben diese Kaktusart sollen die Mochy Laboratorien nach einer Untersuchung der bekanntesten Journalisten der B.N.N. aus einem Indianerreservat gestohlen haben. Sofort machen sich Courtney Balconi auf den Weg, die Wahrheit über die Herkunft von Grem 443 zu erkunden. Und das Schicksal führt dazu, dass sie im Laufe ihres Einsatzes auf Spoon & White trifft ...
 

Spoon und White 06 

Originaltitel: Spoon & White: XXL
Autor: Jean Léturgie & Yann le Pennetier
Übersetzer: Michael Hug
Illustration: Simon Léturgie
Verlag: Finix
Erschienen: Oktober 2011
ISBN: 978-3-941236-50-9
Seitenzahl: 47 Seiten

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Spoon und sein ebenso unterbelichteter Partner White werden von ihrem Chef mit einer ganz besonderen Mission betraut. Sie sollen im Kaufhaus Marcy´s etwas besorgen, und zwar eine Ration der neuartigen Schlankheits-Wunderpille Grem 443, von der an diesem Morgen eine größere Menge zu Marketingzwecken verschenkt werden soll. Doch die beiden haben nicht mit der gewaltigen Ansammlung übergewichtiger Menschen gerechnet, die wie eine wild gewordene Elefantenstampede über die begehrten Pillen herfällt. Sie hinterlassen ein völlig verwüstetes Kaufhaus und ein paar einsame Pillen, die verstreut auf dem Boden herumliegen. Siegessicher klaubt Spoon diese vom Boden auf und füllt sie in ein leeres Gläschen. Doch leider handelt es sich dabei nicht um das gewünsche Medikament, sondern um Appetitanreger... was der Chef der beiden dann auch bald bemerkt.

Der Chief ist mehr als sauer, gewährt den beiden jedoch noch eine letzte Chance. Mangels anderer Möglichkeiten sind sie gezwungen, heimlich bei den Mochy Laboratorien, dem Hersteller des Wundermittels, einzusteigen, um doch noch an ein Gläschen mit Grem 443 zu kommen. Aber auch Courtney Balconi hat Interesse daran, einen Blick in die Labore von Mochy zu werfen, wenngleich auch aus ganz anderem Grund. Eine turbulente Geschichte nimmt ihren Lauf und die beiden Polizisten Spoon & White sind mal wieder dümmer als die CIA erlaubt.

Ein unterhaltsamer Funny mit in sich abgeschlossener Story. Eine Vorkenntnis der ersten fünf Bände ist nicht notwendig, aber eine Kenntnis verschiedener Comicserien und Kinofilme ist sehr hilfreich, um alle Gags zu verstehen. 


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Wieder einmal hat sich der Finix Verlag einer Comicreihe angenommen, deren Veröffentlichung in Deutschland leider nicht fortgeführt wurde. Bis 2005 hatte der Ehapa Verlag die ersten fünf Bände der Serie veröffentlicht. Leider wurde sie dann vom Ehapa Verlag nicht fortgeführt und inzwischen sind drei weitere Bände verfügbar, die nun bei Finix eine neue Heimat gefunden haben. Dabei sind die Schöpfer von "Spoon & White" beileibe keine Unbekannten in der Comicwelt. Jean Léturgie ist der Autor von Lucky Luke, Rantanplan, Cotton Kid, Tassilo und viele mehr... Yann le Pennetier kennt man von Titeln wie Helden ohne Skrupel, Die Abenteuer des Marsupilami, Die Ewigen, Sambre und viele mehr. Gemeinsam sind sie für eine Vielzahl von populären und erfolgreichen Comicserien verantwortlich.

Das Artwork stammt von Simon Léturgie, dem Sohn von Jean, der in jungen Jahren von Yann gefördert und unterstützt wurde. Das reinste Familientreffen also. Die Zeichnungen sind geprägt vom typischen franko-belgischen Stil. Figuren, die mit übertrieben großen oder übertrieben kleinen Körperteilen dargestellt werden, prägen das Bild. Umpipih, ein Indiander aus dem Stamm der Shoshoten, ist ein typisches Beispiel: extrem muskulöser Oberkörper und dazu extrem lange, spindeldürre Beine, die nicht so recht zum Rest passen wollen. Oder Spoon selbst: Ein sehr kleinwüchsiger Mann, dessen extrem großer Schmollmund selbst Brigitte Bardot mehr als alt aussehen lässt. Dann wäre da noch Courtney Balconi, bei ihr ist der Name Programm - für was hier "Balconi" steht, dürfte mehr als offensichtlich sein. Die Indianer geben ihr sogar den Indianernamen "Doppelmond" - ein Doppel-Vollmond natürlich. Ihre extrem weiblichen Formen kann man schwer übersehen. Die Darstellung weiblicher Figuren ist allerdings durchwegs sehr aufreizend. Durch diese extremen Charaktermerkmale, die jeweils einer ganz bestimmten Figur zugeordnet sind, haben die Charaktere einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Selbst im komplett schwarzen Einbrecher-Kostüm ist sofort zu erkennen, wer unter der Maskerade steckt. Spoons Mund lässt sich eben nicht verstecken und auch Courtneys Rundungen sind unverkennbar. Genau dadurch werden Kultfiguren zu Kultfiguren: Man muss sie auf den ersten Blick erkennen können.

Auch die Kolorierung ist ganz klassisch. Schlicht, wenig spektakulär, aber absolut ausreichend. Schließlich sollen die Farben von der wesentlichen Bildaussage nicht allzu sehr ablenken. Auch die Anordung der Panels ist ganz klassisch und weist keine Besonderheiten auf.


Aufmachung des Comics
Wie immer bei Finix wird die Comicserie im gleichen Format fortgeführt, in dem die Serie bei anderen Verlagen begonnen wurde. Somit erscheint "Spoon & White - XXL" als solide gebundene Hardcover-Ausgabe, welche ausgezeichnet verarbeitet ist. Bereits das sehr ansprechende Covermotiv gibt einen Ausblick auf den Zeichenstil und macht Lust auf mehr. Der Druck und die Qualität des verwendeten Papiers sind über jeden Zweifel erhaben und lassen keine Wünsche offen.


Fazit
"Spoon & White" bietet erstklassige Unterhaltung mit soliden gelungenen Gags und einer Unmenge an Anspielungen. Diese setzen allerdings eine gewisse Kenntnis anderer Comicserien voraus, denn nur dann versteht man die vielen Verunglimpfungen. Weiterhin gibt es auch einige Seitenhiebe auf bekannte Kinofilme - somit dürfte für nahezu jeden etwas dabei sein. Einige der Gags wirken etwas bemüht, dennoch können Liebhaber von Funnies ohne Bedenken zugreifen.


4,5_Sterne


Hinweise
Rezension von Thomas Lang
Herzlichen Dank an den Finix-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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