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Safier, David (2009)


Hallo Herr Safier. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview genommen haben.
Sie haben eine Ausbildung zum Journalisten absolviert, Drehbücher unter anderem zu „Nikola“ und „Himmel und Erde“ geschrieben. Was gab den Anstoß, neben Drehbüchern auch Romane zu schreiben?

Ich wollte schon seit meinem 17ten Lebensjahr Romane schreiben und eine Freundin meinte, so etwas muss man beginnen, bevor man 40 wird. Also habe ich es getan.


Gibt es große Unterschiede im Entwerfen eines Drehbuchs im Vergleich zum Schreiben eines Romans?

Ich muss nicht auf ein Produktionsbudget achten und kann die irrsten Sachen aufschreiben, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob sie Geld kosten.


Ihr Debütroman ist „Mieses Karma“, im November 2008 ist „Jesus liebt mich“ erschienen. Beide Romane sind aus Sicht einer Protagonistin geschrieben. Warum haben Sie sich für die weibliche Perspektive entschieden?

Frauen sind emotionaler als Männer und von daher einfacher und dramatischer zu schreiben.


Wäre es für Sie nicht einfacher gewesen, aus der Sicht eines Mannes zu schreiben?

Ehrlich gesagt nein. Frauen reden über Gefühle, also kann ich einfacher über Frauen scheiben.


In Ihren Romanen behandeln Sie Themen wie Reinkarnation, den Glauben an Gott und das Jüngste Gericht. Sie scheinen sich inhaltlich gut mit der Bibel auszukennen. Sind Sie ein religiöser Mensch?

So wie meine Heldin Marie in „Jesus liebt mich“: Ich gehe zu Weihnachten in die Kirche, bete wenn ein Flugzeug landet oder startet, aber ich bin nicht bibelfest.


Böse Zungen könnten behaupten, dass Ihre Romane blasphemisch sind. Wie sehen Sie das? Haben Sie schon Rückmeldungen von gläubigen Lesern erhalten?

Mir hat noch niemand gesagt, dass er meine Romane blasphemisch findet. Ganz im Gegenteil: Sie kommen bei Kirchenleuten genauso gut an wie bei Atheisten.


Sie schreiben sehr humorvoll, bringen Ihre Leser zum Lachen. Entspricht die humorvolle Art auch ihrem eigenen Charakter?

Ein Stück weit schon, humorvolle und schlagfertige Assoziationen gehen mir viel durch den Kopf, aber ich habe gelernt, sie oft für mich zu behalten, sonst könnten sich Menschen beleidigt fühlen.


Wie sind Sie auf die Idee zu dem Roman „Jesus liebt mich“ gekommen?

Bei einem Spaziergang kam mir der Gedanke „Wäre es nicht schön, eine romantische Komödie mit Jesus zu schreiben?“


Wie lange haben Sie an dem Roman gearbeitet?

Insgesamt sechs Monate.


Welche Zielgruppe haben Sie beim Schreiben vor Augen?

Ich habe keine Zielgruppe vor Augen, sondern will erst Mal selbst Spaß haben. Meine Bücher werden auch viel von Männer und Jugendlichen gelesen, was mich sehr freut!


Welche Hindernisse mussten Sie überwinden, bis das Manuskript zu „Mieses Karma“ von einem Verlag angenommen wurde?

Gar keine. Der Verlag wollte es sofort. Manchmal hat man eben Glück.


Haben Sie bestimmte Rituale, die Sie beim Schreiben einhalten, beispielsweise eine feste Schreibzeit oder eine festgelegte Seitenzahl pro Tag?

Ich schreibe fünf Tage die Woche, zwischen sechs und acht Stunden.


Wie kann man sich einen Tag in Ihrem Leben vorstellen, wenn Sie an einem Roman oder Drehbuch arbeiten?

Von außen langweilig: Ein Mann geht nach dem Frühstück an den Schreibtisch.


Arbeiten Sie bereits an einem weiteren Roman? Wenn ja, verraten Sie uns, worum es darin geht?

Ich werde mit der Arbeit im März beginnen.


Was lesen Sie selbst gerne?

Comics.


Gibt es etwas, dass Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben möchten?

Wenn einer von Ihnen Autor werden will, gebe ich den Tipp: Immer schreiben, jeden Tag. Nur dann wird es etwas. Ich habe vier Jahre jeden Tag geschrieben, bevor ich etwas verkauft habe.


Ich danke Ihnen für das Interview.


Ich danke Ihnen.

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