Smaller Default Larger

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

 

Neva 

Vor langer Zeit wurde Heimatland durch eine mächtige Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet. Die Regierung beteuert, dass dies zum Schutz der Bürger geschah. Sie weiß, was richtig für die Menschen ist – und erstickt jede Kritik im Keim.
Als Tochter eines Ministers hat Neva bisher ein privilegiertes Leben geführt. Doch nun wird sie 16 und damit volljährig. Die Regierung erwartet von ihr, schnell Kinder zu bekommen, denn Heimatland braucht neue Bürger. Zum ersten Mal ist Neva nicht bereit, widerstandslos zu tun, was man von ihr verlangt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Sanna beschließt sie, sich zu wehren. Doch dabei verliebt sich Neva nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss, sondern bringt sich in tödliche Gefahr: Denn was als harmloser Protest beginnt, wird schnell zu etwas viel Größerem – und Heimatland kennt keine Gnade.

Hier geht's zur Leseprobe


Infos zum Buch

Erscheinungsdatum: 14.03.2011
Verlag: PAN
Preis: 16,99 Euro               
ISBN: 978-3-426-28348-6
Seitenzahl: 352 Seiten, gebundenes Buch

 

  • Neva lebt unter einer Kuppel, der Protektosphäre. Angeblich ist außerhalb die Luft verpestet, und alles stirbt. Doch auch innerhalb der Kuppel sterben die Menschen, aber einen sehr viel langsameren Tod: durch generationenlange Inzucht gibt es mehr und mehr Fehlgeburten, Rohstoffe werden knapp und die Bewohner im Aussehen immer ähnlicher. Die Regierung versucht mit allen Mitteln Missstände zu vertuschen, mehr und mehr Menschen, auch Nevas Großmutter, verschwinden spurlos. Doch Neva wagt es, den Kampf gegen die übermächtige Regierung aufzunehmen- zu der auch ihr Vater gehört. Doch ist Leben außerhalb der Kuppel wirklich unmöglich?
    Definitiv kein Roman für Klaustrophobiker- das Buch verursacht schon fast Beklemmungen. Man kann gut nachvollziehen, wie sehr Neva sich eingesperrt fühlt, und wie aussichtslos ihr Vorhaben eigentlich ist: überall wird bespitzelt, belauert, man kann niemandem mehr trauen- und die Regierung ist überall. Die geschilderten Umstände sind in jeder Hinsicht ein grausamer Psychoterror, aber durchaus vorstellbar. Man hat ja schon in der jüngeren Vergangenheit gesehen, was für Bestrebungen einzelne Staaten hatten, sich vollkommen von der Welt abzukoppeln, und zu was für Methoden dafür gegriffen wurde. Sara Grant schafft eine äußerst düstere Zukunftsaussicht, die aber absolut mitreißend ist. Die Story ist nicht sehr action-lastig und auf einen „großen Knall“ braucht man nicht zu hoffen- der Roman hat es aber auch nicht nötig. Nevas Gedanken, Aussichten und Motivation werden sehr echt und einfühlsam beschrieben und man fiebert jeden Augenblick mit. Ich hätte mir zwar mehr Hintergrund über die Kuppel und die Zeit des „Terrors“ gewünscht, aber außer in Geheimarchiven ist das Wissen innerhalb der Kuppel verschüttet. Was mich nur wundert: wie wird die Kuppel konstant unter Strom gehalten, wenn es keine Rohstoffe, kein Benzin etc. mehr gibt? Selbst Sonnenkollektoren müssen gewartet werden und brauchen Ersatzteile… ansonsten sind mir keine Fehler aufgefallen. Als Jugendbuch vollkommen überzeugend und spannend, hat der Roman meine Erwartungen komplett erfüllt. Daher 5 von 5 Sterne von mir.

  • Neva (Sara Grant)

    In dem Buch „Neva“ von Sarah Grant geht es um die 16 jährige Neva Adams, Tochter des Ministers für Altgeschichte,die sich in ihrer Heimat unwohl fühlt und rebellieren will. Das Heimatland ist von einer elektrisch geladenen Hülle umgeben, die Protektosphäre genannt wird. Die Regierung sagt den Menschen, dass es außerhalb dieser Protektosphäre nichts gibt, doch Neva glaubt nicht daran. Ihre Großmutter Ruth war eine Rebellin. Ruth glaubt fest daran, dass es ein Leben außerhalb von Heimatland gibt, doch dann verschwindet sie eines Tages spurlos. Und nicht nur sie- sobald die erste Spur einer Rebellion eintritt, verschwinden nach und nach die Rebellen. Neva will sich nichts mehr vorschreiben lassen. Mit ihrer besten Freundin Sanna veranstaltet sie eine Dunkelparty, bei der sie- im dunkeln natürlich-den Freund von Sanna, Braydon, küsst. Später starten die Mitglieder der Party eine Aktion: Sie besprühen Plakatwände mit der Aufschrift: Öffnet die Protektosphäre!
    Doch so eine Aktion bleibt nicht ungestraft. Neva wird von der Polizei geschnappt und verhört. Sie kann nur dank dem Rang ihres Vaters entkommen. Doch Nicoline, die auch mitgemacht hat, ist geschnappt worden. Keiner weiß, wohin sie gebracht worden ist. Neva muss nun im Büro ihres Vaters arbeiten. Eines Tages verschwindet auch Effie, die Sektretärin ihres Vaters. Die Lage von Heimatland verschlechtert sich immer mehr. Es fehlt an Rohstoffen. Eines Tages entdeckt Neva im Büro ihres Vaters einen geheimen Archiv, wo sie einen Zeitungsartikel findet. Auf dem Artikel steht etwas über Heimatland, als es von der Außenwelt abgeschottet wurde. Es existiert also doch Leben irgendwo außerhalb der Protektosphäre! Sie geht mit Sanna zu Braydon. Dort überschlagen sich ihre Gefühle und sie küsst Braydon. Sanna ist darüber sehr bestürzt und wütend auf Neva. Zu Hause findet Neva einen Brief von ihrer Großmama, sie soll in vier Tagen in ein Regierungsgebäude gehen, von dort auf könne sie nach draußen fliehen. Doch als Sanna bei einer Demo festgenommen wird und verschwindet, will Neva sie nicht einfach für „vcerschwunden“ erklären, sondern nach ihr suchen. Braydon hilft ihr dabei. Sanna soll im FMZ sein, das für Frauenmotivationszentrum steht. Sie finden heraus, wo es ist. Doch als Neva ins FMZ hineingelangt, erfährt sie ein schreckliches Geheimnis. Dann bricht ein Feuer aus und das FMZ wird niedergebrannt. Wo ist Sanna? Kann Neva sie finden? Kann sie rechtzeitig aus dem FMZ rauskommen? Was ist das Geheimnis außerhalb der Protektosphäre? Und wird sie wirklich aus Heimatland rausgehen können?

    Ich finde das Buch gut geschrieben. Am Anfang war es etwas langweilig und in die Länge gezogen. In den ersten Kapiteln passiert nicht viel, doch danach wird es richtig spannend. Schade finde ich, dass das Ende so kurz und knapp ist. Manchmal wechselt Neva ihre Meinungen zu schnell, so dass der Leser es kaum mitbekommt. An einer Stelle hasst sie Braydon, zwei Seiten später liebt sie ihn. Zuerst mag sie Effie überhaupt nicht, doch als sie verschwindet, vermisst Neva sie.

    Alles in allem ist das Buch sehr schön.

  • Der Schein trügt

    Neva lebt in der perfekten Gemeinschaft - will die Regierung ihr jedenfalls glaubhaft machen.
    Nun, mit 16 Jahren, soll sie schnell Kinder bekommen, weil die Bevölkerungszahl schrumpft.
    Denn Heimatland wurde vor langer Zeit durch eine mächtige Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet. Angeblich gibt es außerhalb dieser Protektosphäre nichts.
    Neva, als Tochter des Altministers für Geschichte, müsste eigentlich als perfekte Bürgerin integriert sein. Doch sie kennt die Geschichten von „außerhalb“. Ihre Großmutter hatte ihr diese heimlich erzählt, bevor sie verschwand. Und obwohl alle so tun als hätte es Großmutter nie gegeben, kann Neva nicht hinnehmen das die Regierung Tatsachen verschleiert und Menschen verschwinden lässt. Sie fängt an zu rebellieren und verliebt sich dabei in einen Jungen, der eigentlich tabu sein sollte. Dann findet Neva Dinge heraus die ihr sie in Gefahr bringen und ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen…

    Neva erzählt aus ihrer Sicht die Geschehnisse. Dabei lässt sich der Schreibstil sehr flüssig und angenehm lesen, während die Story mich sofort fesseln konnte. Durch die Ich-Perspektive wird einem jedoch im Laufe des Buches klar, dass man als Leser einige Informationen nur unzureichend bis gar nicht erhält. Besonders der Schluss lässt mich etwas ratlos zurück. Ich bin und war nie ein Fan von derart offenen Enden.

    Neva selbst war mir als Erzählerin und Protagonistin sympathisch. Sie ist jemand mit einem freien Willen und freien Gedanken. Dazu gehört in Nevas Welt viel Mut, denn in Heimatland kontrolliert die Regierung alles. Als ihr das Ausmaß des Lügenkonstrukts bewusst wird, kann Neva nicht mehr zurück. Denn es ist gefährlich zu viel zu wissen.

    Für die Regierung müssen die Bürger eigentlich nur „funktionieren“. Lediglich die älteren Menschen, von denen es immer weniger gibt, erinnern sich. Es ist momentan häufiger in Büchern zu lesen, das die Großeltern immer diejenigen sind die sich erinnern und etwas wagen. So musste ich zum Beispiel immer an den Großvater aus dem Buch „Die Auswahl“ denken.

    Das Cover, auf dem lediglich Neva vor einer grauen Wand abgebildet ist, finde ich sehr ansprechend. Auch die mit Spotlack überzogene kleine Schneeflocke, die sich auf dem Cover und immer wieder im Buch findet lässt, ist einfach schön. Vor allem da man gleich erfährt das die Schneeflocke Nevas Kenn-Zeichen ist. Das Buch selbst hat ein handliches Format und ist recht dünn.

    Da ich solche Zukunftsromane sehr mag, war ich direkt begeistert von „Neva“. Nur der Schluss war für mich, wie schon beschrieben, die schwächste Stelle im Buch und mir persönlich fehlte da etwas. Ansonsten muss ich sagen, dass die Handlung sich anders entwickelte, als ich es erwartet hätte. Dadurch wurde vieles natürlich spannender.
    Fazit: Nicht die beste Dystopie, aber trotzdem eine lesenswerte Mahnung an die Gesellschaft.

  • Wow, vielen Dank für die zahlreichen Kommentare! Leider können wir das Buch dennoch nur dreimal verlosen - und zwar an:

    - Nica
    - RoccosMom
    - Sternenglanz

    Viel Spaß beim Lesen wünscht
    die Leser-Welt-Redaktion

  • Da ich im Moment sehr angetan bin von Dystopien - zuletzt habe ich"Tribute von Panem", "Die Auswahl" und "Die Stadt der verlorenen Kinder" gelesen - kann ich mir dieses Werk hier nicht entgehen lassen.
    Die Leseprobe ist sehr ansprechend geschrieben, einfach und doch aussagekräftig. Man ist als Leser sofort mitten drin und will natürlich wissen, wie es weitergeht mit Neva. Was war das nur für eine seltsame Anziehung, die sie in Braydons Armen gefühlt hat und warum ist ihr bisheriger bester Freund Nathan plötzlich so resigniert?
    Das man irgendwann beginnt zu rebellieren, wenn man unter einer Kuppel unter Verschluss gehalten wird, bleibt glaube ich gar nicht aus. Nur wie findet man die richtigen Mittel, zumal ja schon mehrere Leute einfach von heute auf morgen verschwunden zu sein scheinen?

    Ich würde wirklich gerne wissen, was Neva und ihre Freundin Sanna sich ausdenken, um dieser recht gruseligen Welt, wo fast alle Menschen gleich aussehen, zu entfliehen.

  • Dystopien ist das neue Genre in der Phantastik.
    Ich habe schon viel darüber gelesen und gehört und ich finde das Thema an sich auch interessant. Gelesen habe ich aber noch keins dieser Bücher.

    Die Leseprobe zu Neva fand ich sehr ansprechend, durch die schöne und einfache Sprache der Autorin und durch den angenehm einfachen Einstieg.

    Man lernt nEva und ihre Freunde kennen und erfährt, dass alle in dem Staat gleich aussehen und das selbe dneken müssen. Neva und ihre Freundin versuchen sich durch kleine, selber gemachte Male, wie z.B. Nevas Schneeflocke, voneinander zu unterscheiden.

    In der Leseprobe erfährt man zwar, das die Menschen gleich sein sollen und da kommt in mir das Gefühl auf, das Nevas Oma vom Staat "entsorgt" wurde, da sie eine Geschichte erzählt hat, in der die Menschen einmal alle Individuen waren.

    Von dem Leben in so einem Regine kommt aber trotzdem nicht viel rüber und das Leben, was mich in dem Falle am meisten interessiert, wird nicht erwähnt.

    So habe ich nach wie vor, keinen großen Einblick in das Thema "Dystopien".

    Nach der Leseprobe bin ich neugieriger auf dieses Thema.

  • "Neva" von Sara Grant bietet im ersten Kapitel einen wirklich außergewöhnlichen Einstieg in die dystopische Geschichte rund um die Titelheldin und schafft es somit, den Leser bereits auf der ersten Seite zu fesseln.

    Man lernt Neva und ihre Freunde in vollkommener Dunkelheit kennen und dieser Einstieg ist nicht nur faszinierend, sondern zunächst auch sehr ungewöhnlich. Es dauert einige Sätze bis man sich in der Umgebung zu Recht gefunden hat und noch ein wenig länger bis man die ganze Situation erfassen kann. Neva führt als Tochter eines Ministers ein sehr privilegiertes Leben, doch nun ist sie 16 Jahre geworden und gilt damit als volljährig. Die Regierung erwartet, dass sie ihren Teil zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt und so schnell wie möglich Kinder bekommt.
    Allerdings wollen Neva und ihre beste Freundin Sanna sich diesem Schicksal nicht beugen und organisieren heimlich eine Party. Diese Party steht für den letzten Widerstand, bevor sie tatsächlich erwachsen werden und um ihre wahre Identität herauszufinden und frei zu sein, findet diese Festlichkeit in vollkommener Dunkelheit statt.

    Die Welt in der Neva lebt schockiert bereits im ersten Kapitel, denn in Heimatland sehen alle Menschen ähnlich aus und das Land wird von einer Energiekuppel umschlossen, sodass es den Bewohnern unmöglich ist die Außenwelt zu betreten. Obwohl es mittlerweile so viele dystopische Romane gibt, scheint "Neva" doch wieder etwas ganz Neues zu sein.
    Die Atmosphäre in dem ersten Kapitel hat mir sehr gut gefallen, da sie düster und gleichzeitig sehr bedrückend ist. Es fällt schwer die Situation einzuschätzen und die Welt in der man sich befindet, da man eindeutig zu wenig weiß. Dies führt natürlich dazu, dass man unbedingt weiterlesen möchte und enttäuscht feststellen muss, dass das erste faszinierende Kapitel viel zu schnell vorbei ist.

    Obwohl das erste Kapitel nur wenige Seiten umfasst, bekommt man bereits einen guten Eindruck von Neva und ich persönlich finde sie soweit schon sehr sympathisch und vor allem faszinierend. Ihre Gedanken fesseln einen und man kommt nicht umher mehr über sie wissen zu wollen. Auch Sanna erscheint sehr interessant, ebenso wie Ethan und Braydon, über die man bisher, verständlicherweise nur wenig weiß.

    Besonders positiv fällt der Schreibstil von Sara Grant auf, der sehr lyrisch und bildlich ist. Sie schafft es mit ihren Worten direkt Bilder vor den Augen der Leser zu erzeugen und bereits im ersten Kapitel sind mir einige Zitate aufgefallen, die ich am liebsten rausgeschrieben hätte.

    Alles in einem konnte mich der erste Leseeindruck von "Neva" bereits vollkommen überzeugen. Seit "Die Tribute von Panem" und "Die Auswahl" bin ich sehr fasziniert und begeistert von Dystopien und würde "Neva" daher sehr gerne lesen. Nach der ersten Seite war ich schon in der Geschichte drin und hätte am liebsten direkt weiter gelesen. Wenn Sara Grant das Niveau des ersten Kapitels halten kann, dann muss sich "Neva" eindeutig nicht vor den eben genannten Dystopien verstecken!

  • Einen ziemlich andersartigen und dennoch sehr interessanten Einstieg in das erste Kapitel ihres Romans "Neva" wählte die Autorin Sarah Grant aus.

    Seine Umgebung wahrzunehmen, ohne sie sehen zu können, völlig auf seine anderen Sinne (unter anderem auf sein Gefühl) verlassen zu sein, in dieser Situation lernt der Leser die 16jährige Protagonistin, Neva kennen. Hintergrund hierfür ist, die Party die Neva, Tochter des Ministers für Altgeschichte auf Wunsch ihrer besten Freundin Sanna im Haus ihres Vaters ausrichtet. Das besondere an der Party ist, dass sie im Dunkeln stattfindet und alle gleichaltrigen und nahezu ähnlich aussehenden Gäste mitgeholfen haben in Neva’s Wohnzimmer eine komplette Finsternis herzustellen.


    Die Party steht symbolisch betrachtet als Zeichen des letzten Widerstands bevor Neva und ihre Freunde als geachtete Stützen ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Ebenso möchten Neva und ihre Gäste herausfinden, wer sie sind, ohne dass dabei durch ihren Sehsinn behindert werden.

    Neva lebt nicht in einer Welt so wie wir sie kennen, denn ihr Wohnort Heimatland ist von einer Energiekuppel umschlossen, die die Menschen unter der Kuppel von der Außenwelt abschottet. Durch den meines Erachtens sehr poetisch anmutenden Satz "Mein Herz flattert gegen meine Rippen wie ein aufgeregter Vogel in einem gläsernen Käfig“, bekommt man als Leser den Eindruck, dass Neva sich in der Welt, in der sie lebt nicht wirklich wohlfühlt. So scheint auch ihre Beziehung, zu ihrem ebenfalls auf der Party anwesenden Freund Ethan, nicht besonders glücklich zu sein, denn Neva hofft in der Dunkelheit das zu wiederzufinden, was sie und Ethan verloren haben...

    Ebenfalls auf der Party lernen wir Braydon Bartlett, den Freund ihrer Freundin Sanna kennen...Neva hat Braydon nur auf Sanna’s Bitten eingeladen, denn wirklich trauen tut sie ihm nicht...Auf dieser Party küsst Neva in der Annahme, dass es sich um ihren Freund Ethan handelt, Braydon und genießt, die in ihr geweckten Gefühle in vollen Zügen...Ob sich daraufhin irgendwelche Konsequenzen im Hinblick auf ihre Freundschaft zu Senna ergeben bleibt offen. Im Laufe der Party hält Sanna eine Rede, denn durch die Party soll auch geklärt werden, wer von den anwesenden jungen Leuten bereit ist, sich gegen das System aufzulehnen. Interessanterweise erfolgt auf Sanna’s Rede keinerlei Reaktion durch die Anwesenden. Sanna macht einen Termin für ein erneutes Treffen aus und bringt die Bitte an die nicht interessierten Gäste hervor über den Inhalt ihrer rebellischen Ansprache Schweigen zu bewahren.

    Während sich Neva in der Dunkelheit vorantastet macht sie sich so ihre Gedanken, erinnert sich im 2. Kapitel an bereits vergangenes und vermittelt dem Leser das Gefühl selbst am Geschehen beteiligt zu sein.

    Ihre Gedanken drehen sich um ihre Großmutter, die Neva sehr liebevoll mit Schneeflocke angeredet hat und mit deren Verschwinden. Neva’s Großmutter ist dafür verantwortlich, dass Neva an ein Leben außerhalb der Energiekuppel glaubt...

    Die Leseprobe endet an der Stelle wo Neva sich als Verräterin fühlt, weil sie durch ihr Verhalten ihre Eltern, ihren Freund und ihre beste Freundin hintergegangen hat.

    Es bleiben in dieser sehr interessant gehalteten Leseprobe viele Fragen offen und meiner Meinung nach handelt es sich nicht um ein Buch, welches nur für Jugendliche empfehlenswert sein könnte...Ich bin gespannt, ob und inwieweit Neva es schaffen wird ein selbstbestimmtes unabhängiges Leben zu führen, vielleicht auch außerhalb der Energiekuppel?
    Das Buch scheint eine Mischung zu sein zwischen Dystopie und Liebesgeschichte und das macht meiner Ansicht nach einen ganz besonderen Reiz aus...Ich würde mich freuen, Neva auf ihrem Weg begleiten zu dürfen... :-)

  • Neva und ihre Freunde leben in einer Art kontrollierten Gesellschaft, die Regierung bestimmt was gut für ihr Volk ist. Das Individuum zählt nicht mehr. Sie leben unter einer Energiekuppel, und trotz der "sorgenden" Regierung werden die Rohstoffe knapp, der Genpool verringert sich und Menschen verschwinden spurlos.

    Dystopien sind momentan ja sehr angesagt, ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch keine gelesen habe, aber die "Panem" Trilogie und "Die Auswahl" noch lesen möchte.
    Ich finde jedoch dieses Art von Büchern sehr gut, da der Leser oftmals nicht nur durch diese Bücher fliegen kann, ohne sich Gedanke darüber zumachen, z.B in diesem Fall das System das vorsieht, dass Neva mit 16 Jahren heiraten und Kinder bekommen soll. Der Mensch wird hier nicht mehr als einzelnes gesehen, es zählt nur noch das Kollektiv, und Menschen, die sich gegen das System auflehnen verschwinden, gesellschaftskritik pur!

    Die Erzählung aus der Ich-Perspektive gefällt mir sehr gut, da man so am besten Bezug zu den Protagonisten aufbauen kann, man nimmt ihre Gefühle und Gedanken wahr, darf daran teilhaben!

    Ich würde mich freuen, wenn ich die Möglichkeit hätte mit diesem Buch meine erste Dystopie zu lesen und zu erfahren, wie es mit Neva weitergeht!

  • Das Buch steht schon seit längerem auf meiner Wunschliste. In der Story geht es um das 16- jährige Mädchen Neva die in einer Gesellschaft lebt, welche sich unter einer Engergiekuppel befindet. In dieser Gesellschaft geht alles einer bestimmten Ordnung nach. Das Individium tritt immer mehr zurück, stattdessen werden die Menschen sich immer ähnlicher. Kontakt zu anderen Gesellschaften gibt es nicht und es besteht auch für die Meisten kein Bedarf. Sie sind mit ihrer Abgeschiedenheit sehr zufrieden. Mit Ausnahme von Neva und ihrer besten Freundin Sanna. Zusammen beschließen sie, den Widerstand zu wagen. Sie laden Freunde von sich ein und treffen sich abends bei Neva Zuhause, als ihre Eltern unterwegs sind. Sie verdunkeln alles und erzählen dann von ihrem Vorhaben. Dadurch das es dunkel ist und niemand sieht wer sich wie verhält hoffen sie ein paar Leute für ihren Widerstand zu begeistern. Diejenigen die an der "alten" Ordnung festhalten wollen, können einfach das Haus verlassen. Alle anderen die näheres zu dem Vorhaben wissen wollen bleiben sitzen. Als das Licht wieder angeht, ist der Freund von Neva nicht mehr da. Neva ist er Ansicht, dass er resigniert hat und hat das Gefühl, dass sie sich auseinander entwickeln. Während es dunkel ist, wird sie von jemandem geküsst. Sie vermutet, dass es der Freund von Senna ist, der ihr bisher nicht ganz geheuer war.
    Mir hat der Schreibstil von Sara Grant sehr gut gefallen auch die Thematik finde ich sehr interessant. Ich bin gespannt wie es mit Neva, dem Widerstand und dem fremden Küsser weitergeht. Insgesammt hat die Geschichte alles was eine gute Srory ausmacht.

Lade weitere Kommentare

Partnerprogramm

amazon

Mit einem Einkauf bei amazon über diesen Banner unterstützt du unsere Arbeit an der Leser-Welt. Vielen Dank dafür!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Für deinen Blog:

leser-welt.de wird überprüft von der Initiative-S