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Die Geißel der Götter - Vae Victis (Valérie Mangin / Aleksa Gajic); Band 4

Attila, König der Hunnen, hat endlich die geheimen Sternenkoordinaten von Rom, dem Mittelpunkt von Orbis, in die Hände bekommen. Endlich wird er es verwüsten können. Endlich wird er allein Beherrscher des Universums. Endlich wird er den Göttern gleich sein. Er hat nur noch ein einziges Hindernis vor sich: Den Patrizier Aetius, unter dessen Helm sich Attilas verlorene Geliebte Flavia verbirgt, die unsterbliche Reinkarnation der Göttin des Chaos.

Nun stehen sich die imperiale Streitmacht und die Horde der Hunnen in einer Weltraumschlacht gegenüber, die alles übertrifft, was die Menschheit bisher gekannt hat. Aber können Götter ihr Schicksal selbst bestimmen, wenn alles darauf hinzudeuten scheint, dass diese Tragödie schon vor Tausenden von Jahren geschrieben wurde und sich jetzt in kosmischem Maßstab wiederholt?

Als freie Adaption der Begegnung des Königs der Hunnen Attila mit dem römischen General Flavius Aetius zeigt "Die Geißel der Götter" den ewigen Kampf zwischen Ordnung und Chaos.

 

Die_Geissel_der_Goetter 

Originaltitel: Le Fléau des Dieux - Vae Victis
Autor: Valérie Mangin
Übersetzer: Tobias Haßdenteufel
Illustration: Aleksa Gajic
Verlag: Finix Comics
Erschienen: September 2010
ISBN: 978-3-941236-30-1
Seitenzahl: 48 Seiten
Altersgruppe: ab 16 Jahren (Empfehlung der Rezensentin)

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Die bereits sehr ausführliche Inhaltsangabe beantwortet eigentlich sämtliche Fragen zur Handlung. Nur so viel: In der Geschichte selbst werden Andeutungen bezüglich des Endes der historischen Begebenheiten gemacht und es bleibt abzuwarten, wie in diesem Fall die beiden Autorinnen mit ihren Protagonisten umgehen werden.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Das Comic ist komplett in Farbe, und wirkt wie Aquarell-Zeichnungen. Die Kunst von Gajic zeichnet sich nicht durch dicke schwarze Striche aus, sondern durch dünne Linien, so dass die kunstvolle Farbgebung nicht durch die Umrisse der Figuren erdrückt wird. Faszinierend ist, wie es ihr gelingt, die Charaktere so darzustellen, dass auf jedem Panel klar wird, wer wer ist. Flavia ist eine wunderschöne braunhaarige Frau, die, wenn sie in ihrer Rüstung steckt, wirklich wie ein Mann wirkt, sobald das Visier geschlossen ist. Attila ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber er ist - mit seinem kantigen Gesicht und dem Schnurrbart, der seine Mundwinkel unterstreicht - einzigartig und entwickelt mit der Zeit einen eigenen Charme, der dem Leser ans Herz wächst, trotz seiner grausamen Entscheidungen. Irgendwie wirkt er so, wie man sich einen Hunnen vorstellt. Die Hunnen sind durch ihre Bärte und leicht schräg gestellten Augen gut von den glattrasierten und hellhaarigen Römern zu unterscheiden. Nur die Schlachtschiffe im Weltraum sind ein wenig schwer zu identifizieren.

Die Hintergründe werden meist klar gezeichnet, nur mitunter gibt es "nur" Farbe als Hintergrund. Die Umgebung ist allgemein sehr atmosphärisch gehalten und fängt den Geist der Weltraumschlachten und des Kräftemessens zwischen den brutalen Hunnen und den nur scheinbar zivilisierten Römern ein. Der Weltraum und die Kämpfe darin zeichnen sich durch dunkles Blau und explodierendes Orange und Rot aus. Rom selbst ist eine großartige, geradezu atemberaubende weiße Stadt mit in die Höhe ragenden weißen Gebäuden und faszinierenden Grünanlagen. Die klare und klinisch wirkende Umgebung kontrastiert mit der unzivilisierten und etwas gröberen Umgebung der Hunnen.

Durch die gesamte Darstellung gelingt es Gajic, den Kampf zwischen Ordnung und Chaos, der in der Inhaltsangabe versprochen wird, sogar bis hinunter auf ihre Zeichnungen auszudehnen.

Das Comic kommt komplett ohne Geräusche aus - sie gehen auch nicht ab. Ein Teil könnte daran liegen, dass man im Weltraum wohl sowieso keine Knalle oder ähnliche Dinge hören kann, aber interessanterweise fallen diese Geräusche nicht als fehlend auf. Erst bei genauerem Hinsehen fällt diese Auslassung auf. Auch gibt es keine beschreibenden Texte, sondern nur Dialoge, durch die die Geschichte getragen wird.

Die Panels werden normalerweise klar voneinander getrennt, nur manchmal werden einzelne Bilder in andere gesetzt oder als Verbindung genommen. Die Zeichnungen sind aber dennoch klar erkennbar, und der Geschichte kann einfach gefolgt werden.


Aufmachung des Comics
Der Finix-Verlag hat mit der vierten Ausgabe der Reihe ganze Arbeit geleistet. Die Aufmachung ist an die Carlsen-Ausgaben angelehnt und macht sich daher wunderbar im Regal. Auf dem Cover sieht man Attila, der sein Schwert schwingt und auf einem der Kampfschiffe steht, als ob er mit seinem Schlachtruf den Krieg beginnen will. Über und hinter ihm fliegen Kampfschiffe, wie das auf dem er steht. Der Titel wirkt ein wenig zusammengestückelt mit verschiedenen Schriftgrößen, was aber irgendwie die Stimmung des Comics einfängt.

Auf dem Buchrücken befindet sich der ausführliche Text über den Inhalt auf der linken Seite. Dazu sind rechts einige in blau gehaltene Bilder aus dem Comic auf dunkelgrünem Hintergrund zu sehen. Bei diesen ist besonders schön, dass einige der Vorzeichnungen im Hintergrund noch zu sehen sind, bis sie in fertig gestellte Bilder übergehen.


Fazit
Endlich können die Leser der faszinierenden Geschichte um Attila und Flavia weiter folgen. Mit diesem Band beginnen die letzten drei Bände, deren Handlung jeden Geschichtsbegeisterten mit dem neuen Dreh auf Attila und Aetius begeistern wird.


4 5 Sterne


Hinweise
Diesen Comic kaufen bei: amazon.de

Backlist:
Band 1: Morituri te salutant (Carlsen Comics)
Band 2: Dies irae (Carlsen Comics)
Band 3: Urbi et orbi (Carlsen Comics)

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