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Ina führt das Leben eines ganz normalen Teenagers. Als sie von einem Lastwagen angefahren wird, fällt sie zwei Stunden lang in eine tiefe Ohnmacht. Danach hat sich ihr Leben auf dramatische Weise verändert. Sie kann weiß gekleidete Gestalten sehen, Geister, die den Weg in eine andere Welt noch nicht gefunden haben. Als sich Ina, deren Eltern plötzlich spurlos verschwinden, zusammen mit ihrer Katze Lilly in ein Versteck im Stadtpark flüchten muss, sind es die Geister, die ihr gegen den Gestaltenwandler helfen, einem unheimlichen Kapuzendämon. Ein dramatischer Kampf um das Leben ihres verschwundenen Vaters beginnt ...

 

 

Autor: Werner Geismar
Verlag: Schenk Verlag
Erschienen: 03/2010
ISBN: 978-3-939337-73-7
Seitenzahl: 160 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Ina ist seit einem Unfall wie verwandelt. Sie trägt nur noch schwarze Kleidung, sogar ihre Nachthemden sind schwarz, und entwickelt sich in ihrer Klasse immer mehr zur Außenseiterin. Dabei war sie vor dem Unglück eine beliebte Schülerin, die eine Vorliebe für Pink hatte. Aber als ob das nicht schon schlimm genug wäre, muss Ina auch noch verheimlichen, dass sie seitdem Geister sehen kann. Kurz vor den Ferien kommt Inas Vater, um auf seine Tochter aufzupassen, während ihre Mutter beruflich auf eine Kreuzfahrt muss. Ina lebt seit der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter und freut sich auf die Zeit mit ihrem Vater. Doch es kommt alles anders, als sie es sich vorgestellt hat. Kaum ein paar Tage da, verschwindet ihr Vater spurlos und Inas Suche ergibt auch nichts.


Stil und Sprache
Werner Geismar hat hier eine etwas verwirrende Handlung zu Papier gebracht, in der ich den berühmten roten Faden oftmals gesucht habe. In der Inhaltsangabe ist die Rede von einem Unfall und dessen Folgen. Der Leser erfährt in der Handlung selbst aber nichts davon, sondern wird gleich in dessen Folgen hineingeworfen. Dadurch entsteht der Eindruck, das es sich hier um die Realität von Ina handelt - eine etwas eigenartige zwar, aber vielleicht ist ihr Leben eben so. Das dem nicht so ist, erfährt der Leser erst ganz am Schluss. Leider hat das bei mir dazu geführt, dass ich mich während des Lesens oftmals verwundert gefragt habe, was denn hier der eigentliche Sinn sein soll. Träumt Ina oder ist ihre Gabe, Geister sehen zu können, der Grund für diese mehr als nur merkwürdigen Ereignisse?
Es gibt zwar so manche Szene, bei der ich laut auflachen musste, weil es sich einfach witzig las, aber ansonsten habe ich fast nur den Kopf geschüttelt vor der Fantasie des Autors. Die fand ich in diesem Buch mehr als schräg; regelrecht seltsam. Zwar ist diese Fantasie bildhaft und sehr wortgewandt beschrieben, doch das merkwürdige Gefühl, wo hier der eigentliche Sinn sein soll, ist beim Lesen dennoch geblieben.


Figuren
Der Autor lässt hauptsächlich Geister agieren, die äußerst nebulös erscheinen und wirken, und sich mit ihrer Sprache sehr zurückhalten. Meist sprechen sie mehr durch ihre Taten. Einzig Ina wirkt stark, entschlossen und weiß sich zu verhalten und selbst zu helfen, um diese schwierige Zeit allein zu überstehen. Sie hat dabei tolle Einfälle und die Hilfe, die sie von Seiten der Geister bekommt, ist auch nicht ohne. Dass Ina sich dabei mit normalen Menschen gleichermaßen unterhält wie mit den Geistern, wirkt anfangs etwas komisch, wird im Verlauf der Handlung aber immer normaler, da sie sich dann fast nur noch mit Geistern unterhält.
Die Nebenfiguren sind meiner Meinung nach stark überzogen. Der Leser kann nicht sofort erkennen, wer hier Feind und wer hier Freund ist - eine Tatsache, die ich störend finde, sind dies doch oftmals die ersten Kriterien, die Jugendliche an ein gutes Buch stellen.


Aufmachung des Buches
Die Klappenbroschur ist farblich sehr blass. Zwar im typischen Stil der SMS Reihe gestaltet, aber knallige, fetzige oder fröhliche Farben sind hier nicht zu finden. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite ist diesmal etwas länger als gewöhnlich, was ich aber persönlich sehr gut finde. Auch die Gestaltung der rechten Buchklappe am Ende des Buches finde ich gut: neben einem Farbphoto des Autoren Werner Geismar findet man dort auch wieder einige Fragen an den Autor und dessen Antworten.


Fazit
Ein etwas merkwürdiges Buch, von dem ich nicht so recht weiß, was ich davon halten soll. Es ist eine Mischung aus Humor, bizarren Geschehnissen und dem Überlebenswillen eines starken Mädchens, jedoch würde ich es nicht als Mystery-Thriller bezeichnen. Wer Geistergeschichten mag und sich von einer etwas verwirrenden Handlung nicht schrecken lässt, der hat hier bestimmt sein Vergnügen beim Lesen.


3 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Die Verräterin
Band 2: Lara auf Abwegen
Band 3: Die Falle der Zeichnerin
Band 4: Herz auf Takt
Band 5: Die unvergessliche Klassenfahrt
Band 6: Hilferuf per SMS
Band 7: Nicht nur Hundeküsse
Band 8: Himmel und Hufe
Band 9: Heimliche Rache
Band 10: Junger Bruder - Fremdes Kind
Band 11: Tanz mit Spannung
Band 12: Lehrer, Liebe, Lügen

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