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Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Triologie Die Gilde der Schwarzen Magier vergangen, als Sonea und Akkarin die Invasion der Schwarzen Magier aus Sachaka zurückschlagen konnten. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea seither nur einen einzigen Magier in die Geheimnisse der Schwarzen Künste eingeweiht. Gemeinsam sollen sie beide Kyralia gegen einen erneuten Angriff aus Sachaka verteidigen. Doch Sonea ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat: Kallen ist ein zwar ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann.
Noch viel mehr beunruhigt Sonea allerdings der Ehrgeiz ihres Sohnes Lorkin. Kaum, dass er das Studium der Magie abgeschlossen hat, brennt der junge Mann darauf, sich endlich zu beweisen. Zu diesem Zweck begibt Lorkin sich im Gefolge des neuen Botschafters der Gilde ausgerechnet nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und als ob Sonea nicht schon genug Grund zur Sorge hätte, droht in der Unterwelt von Kyralias Hauptstadt Imardin ein Krieg auszubrechen, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – ein gefährlicher Konflikt, der alles, was in den Jahren des Friedens mühsam aufgebaut wurde, für immer zerstören könnte …

 

 

Autor: Trudi Canavan
Verlag: Penhaligon Verlag
Erschienen: Mai 2010
ISBN: 978-3-7645-3041-9
Seitenzahl: 576 Seiten

Hier geht’s zur Leseprobe

 

Die Grundidee der Handlung
20 Jahre sind nach der Ichani-Invasion und Akkarins Tod vergangen. Sonea trauert seit dieser Zeit und hat mit den strengen Regeln, die ihr von der Gilde auferlegt wurden, zu kämpfen. Den einzigen Halt bieten ihr Sohn Lorkin und ihr alter Freund und Mentor Lord Rothen. Lorkin jedoch versucht verzweifelt sich von seiner Mutter zu lösen und endlich seinen eigenen Weg zu gehen.
Als Lord Dannyl den Posten als der neue Botschafter der Gilde in Sachaka übernimmt, sieht Lorkin seine Chance und meldet sich freiwillig als sein Gehilfe. Sonea versucht dies zu verhindern, da sie ahnt, dass Lorkin dort, als Sohn des Mörders eines Ichani, eine große Gefahr droht. Als ihr dies nicht gelingt stürzt sie sich tiefer als sonst in ihre Arbeit in der Gilde, um sich von ihren Sorgen abzulenken. Während dann auch noch die Familie ihres Jugendfreundes Cery ermordet wird und eine wilde Magierin in den Kreis der Verdächtigen gerät, muss Sonea sich entscheiden. Soll sie sich weiter den Einschränkungen der Gilde beugen oder sich dem widersetzen und selbst Jagd auf die wilde Magierin machen?


Stil und Sprache
Trudi Canavans Schreibstil hat sich überhaupt nicht verändert. Die Handlung wird weiterhin in der dritten Person von den Hauptfiguren erzählt und die Gefühle und Kommentare, die den typischen Stil Canavans ausmachen, werden aufrecht erhalten.
In einem Kapitel werden viele Handlungsstränge erzählt, die immer abwechselnd aus Soneas, aus Lorkins, Dannyls oder auch Cerys Perspektive erzählt. Ihre Sprache ist sehr vielseitig und die ständig wechselnden Situationen in den einzelnen Kapitel sind sehr ausbalanciert. Man lernt die Gedanken und Meinungen der einzelnen Personen kennen, die man durch einen normalen Ich-Erzähler nicht herausgefunden hätte! Durch die wechselnden Perspektiven hat man das Gefühl, das Buch wirklich schnell zu lesen, da meistens an interessanten Punkten ein „Cut“ gemacht und dann wieder ein anderer Handlungsstrang erzählt wird. Dadurch wird versucht Spannung aufzubauen, was Frau Canavan leider in diesem Buch nicht so gut gelingt, da in den einzelnen Handlungsstränge viele Situationen vorhersehbar sind und den Leser nicht mitreißen. Die Handlung ist sehr monoton, es werden viele Situationen beschrieben, die interessant sind, doch die Spannung, die man aus ihren vorigen Teilen kennt, bleibt in den ersten ca. 350 Seiten aus. Nach den 350 Seiten fängt es an, fesselnd zu werden und der Leser kann mit den Protagonisten mitfiebern: Wie werden sie sich entscheiden? Werden sie ihn finden? Gibt es Aussichten auf das Ende bzw. wie wird das Buch überhaupt enden?


Figuren
Die Tiefe der, aus den vorigen Bänden, bekannten Charaktere lässt zu wünschen übrig. Cery, Sonea und Regin und einige andere Bekannte sind zwar erwachsener geworden, sie können Verantwortung übernehmen und sind nicht mehr so übermütig, wie sie es noch in ihrer Jugend waren. Doch trotz der Gefühle, die durch die wechselnden Ich-Perspektiven gezeigt werden, konnte ich trotzdem schwer einen Bezug zu den schon bekannten Charakteren aufbauen. Sicherlich hat das auch mit der wenigen Spannung in dem Buch zu tun.
Demgegenüber wurde Lorkin, der Sohn von Sonea und Akkarin, meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, seine Wünsche und Taten sind sehr gut nachvollziehbar und ich als Leser konnte mich daher sehr in seine Figur hineinversetzen. Denn auch Lorkin ist, wie seine Mutter, sehr in die Gilde eingebunden und hat wenige Chancen Abenteuer zu erleben. Er möchte nicht länger nur als Sohn von Sonea und Akkarin gesehen werden, sondern auf eigenen Beinen stehen, sich behaupten, und dabei etwas Bedeutendes erreichen. Auf dem Weg mit Lord Dannyl hat er die Chance erhalten und das Abenteuer kann beginnen! Dieser Konflikt, das Ausbrechen aus dem scheinbar übermächtigen Elternhaus und der Wunsch, selbst Abenteuer zu erleben und für seine Taten Anerkennung zu bekommen, ist gut nachvollziehbar und wirklich gut herausgearbeitet worden.


Aufmachung des Buches
„Sonea – Die Hüterin“ ist als Hardcoverbuch erhältlich. Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Triologie rund um Sonea und ist daher durch die Aufmachung des Covers leicht unterschiedlich zu den vorigen Teilen der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier“.
Sonea ist weiterhin auf dem Cover zu sehen, sodass die Verbindung zu der Reihe weiterhin vorhanden ist, doch die Anordnung  der Figur und des Titel ist anders vorgenommen worden, damit es sich doch von der ersten Trilogie abhebt. Durch die trotzdem noch ähnliche Gestaltung zeigt das Cover schon von weitem, dass dieses Buch Trudi Canavan geschrieben wurde und hat damit einen sehr hohen Wiedererkennungswert, sodass alle Fans der Reihe sofort danach greifen werden! Wie in allen Büchern vorher ist auch hier wieder Kartenmaterial von Kyralia und Sachaka vorhanden. Auf das „Glossar der unbekannten Wörter“ wurde dieses Mal verzichtet.


Fazit
Trudi Canavan hat in diesem Buch eine solide, jedoch nicht ihre beste Leistung abgegeben. Die Handlung fließt wie ein unaufhaltsamer Strom vor sich hin und unterhält den Leser mit einem sehr guten Schreibstil und vielen schönen Szenen. Es hat, trotz einiger Kritikpunkte, Spaß gemacht, die alten bekannten Figuren wieder zu treffen und zu sehen wie sich Kyralia und Sachaka mit all ihren Bewohnern verändert haben.
Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der „Sonea-Trilogie“ und kann diesen Teil allen Liebhabern der Serie "Die Gilde der Schwarzen Magier" empfehlen.


4 Sterne


Hinweise
Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

Das Prequel „Magie“ sollte vor „Sonea – Die Hüterin“ gelesen werden, um die Vorkommnisse, Situationen und Andeutungen verstehen zu können.

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