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Eine kostbare Gefangene

Nachdem Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Han Solo und Chewbacca dem Lord der Sith auf Vrogas Vas mit knapper Not entkommen konnten, ist es ihnen gelungen, eine Verbündete Vaders gefangen zu nehmen. Es handelt sich dabei um Dr. Aphra, eine Spezialistin für Droiden und Waffen. Jetzt soll sie nach Sunspot, in das geheime Gefängnis der Rebellen überführt werden, damit das Imperium sie nicht aufspüren kann ...

 

Das Gefaengnis der Rebellen 

Originaltitel: Star Wars #15-19, Star Wars Annual #1
Autor: Kiron Gillen
Übersetzer: Michael Nagula und Hartmut Klotzbücher
Illustrator: Angel Unzueta
Verlag: Panini Verlag
Erschienen: 27. Juni 2017
ISBN: 978-3-7416-0269-6
Seitenzahl: 152 Seiten
Altersgruppe: ab 12 Jahren 


Die Grundidee der Handlung
Prinzessin Leia und der Rebellion gelingt es, Dr. Aphra, eine hochrangige Mitarbeiterin des Imperiums, gefangen zu nehmen. Um diese unauffindbar zu machen, bringt Leia sie höchstpersönlich ins geheime Gefängnis „Sunspot“, von dem nur die Nötigsten der Nötigsten aus der Rebellenallianz wissen. Obwohl es als unmöglich gilt, das Gefängnis anzugreifen oder von dort auszubrechen, übernimmt ein unbekannter gnadenloser Rächer das Gefängnis und beginnt nacheinander, die Insassen zu töten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, in dem Leia sich beeilen muss, das Töten zu stoppen. Nichtsahnend, wer hinter dem ominösen Feind steckt.

Mit Zeichnungen, die eher wert auf Tusche, warme Farben und Lichteffekte setzen, startet ein weiteres Abenteuer der Star Wars Saga. Zeichnerisch selbst sind die Figuren gut erkennbar, aber nicht unbedingt ausreifend gezeichnet. Die Geschichte ist solide, aber nicht super spannend. Highlight ist eher die kleine Endgeschichte im Anhang aus Obi Wan Kenobis Tagebuch.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Der Comic ist gut gelungen, aber nicht übermäßig anspruchsvoll. Es sind saubere Zeichnungen im eigenen Stil, welche nicht sonderlich ausgereift oder markant dargestellt werden. Alles in allem wirken die Bilder sehr leicht und das Hauptelement liegt hier auf Farbe, Tusche, Licht und Schatten. Zwar werden Gesichter gerne mit Falten und Mimik unterstrichen, jedoch auch Augen gerne als schwarze Schatten leichtfertig abgetan. Oftmals fehlt es am emotionalen Transport der Personen zum Leser.

Ein großes Plus geht daher eher an den Tuscher. Hierbei wird besonderer Wert auf warme helle Farben gelegt, die eine gewisse Harmonie ins Gesicht zaubern. Auch in Zusammenhang mit den Konturen, den Hintergründen und den eingezeichneten Bleistiftlinien in der Figur, runden im allgemeinen die Farben alles ab. Parallel dazu wird viel wert auf Schatten gelegt. Dieser wird effizient genutzt, um Gesichtseffekte und 3D Effekte der Figur hervorragend herauszufiltern.

Ein weiterer Aspekt sind die Weltraum- und Flugschiff-Bilder. Es ist klar, dass Star Wars hier auftrumpfen kann. Detailliert und wuchti, rasen die diversen Flügler durchs All. Actionsequenzen und Raumschiffe bieten eigentlich den meisten „Fun“ für den Betrachter, bleibt die eigentliche Geschichte doch eher auf einem seichten Level. Zwar gibt es einen Höhepunkt, worauf das ganze Spektakel hinausläuft, der kluge Leser aber wird schnell erkennen, worum es sich handelt und den „Aha“-Effekt sprengen.

Obgleich der Text clever gewählt ist und an sich nie überfüllt wirkt, kann er eben auch nur das hergeben, was die Story bereithält. Es gibt Dialoge über politische Unstimmigkeiten, ein paar typische Streitereien und auch Monologe zum Verständnis der Geschichte, aber das war es dann auch schon. Es hebt sich nichts besonders hervor oder wertet den sprachlichen Aspekt speziell auf. Auf Soundwörter wird gänzlich verzichtet und Panels sind doch sehr geradlinig angeordnet. Auch hier nichts ausuferndes oder großartiges.


Aufmachung des Comics
Leia ziert das Cover des Star Wars Einzelbandes „Das Gefängnis der Rebellen“. Sie trägt ein weißes, hautenges Outfit mit fliederfarbenem Mantel, hält eine Waffe schussbereit und steht in weiblich vollendeter Pose dem Betrachter zugewandt. Vor ihr stehen Sturmtruppler, die verhaftet worden sind und von links nach rechts abgeführt werden. Oberhalb prangt in roten Lettern das altbekannte Star Wars Emblem, unterhalb in Weiß die Überschrift des Bandes.

Die Rückseite zeigt ein ganzseitiges Panel, in dem Han Solo und Luke im Millennium Falken sitzen und fliegen. Rundherum sieht man detailreich die Technik des Fliegers und Han Solo schaut skeptisch zum freudestrahlenden Luke herüber. Oberhalb ist ein eher knapper, aber ausreichender Buchrückentext zum Comic angeordnet, auf den Zwischenseiten zum Kapitalwechsel gibt es großflächige Bilder mit dem typischen Einleitungstext zur bekannten Serie. Außerdem gibt es am Ende eine kleine Geschichte aus Obi Wan Kenobis Tagebuch, welche das eigentliche Highlight des Comics ist.


Fazit
Ein eher müder Abschnitt aus dem Kampf der Rebellen gegen das Imperium. Knaller ist lediglich die Extrageschichte am Ende.


2 5 Sterne


Hinweise
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