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In einer kleinen Stadt nahe der Wüste Arizonas geht es nicht mit rechten Dingen zu: Eltern wenden sich plötzlich gegen ihre Kinder, mysteriöse Unfälle passieren und die Werwölfe sind nervös. Sehr nervös sogar. Ehrensache, dass Omega-Wölfin Anna und ihr Gefährte Charles der Sache auf den Grund gehen. Doch was als harmlose Undercover-Mission beginnt, wird für Anna und Charles schon bald zu einem tödlichen Spiel aus Macht und Magie …
 

Im Bann der Woelfe 

Originaltitel: Dead Heat
Autor: Patricia Briggs
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Verlag: Heyne
Erschienen: September 2016
ISBN: 978-3-453-31745-1
Seitenzahl: 448 Seiten

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Die Grundidee der Handlung
Charles will einen guten alten Freund besuchen, der auf dem familieneigenen Gestüt arbeitet, eine gute Gelegenheit, um Anna ein besonderes Pferd als Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Joseph und Charles verbindet eine besondere Freundschaft, doch jetzt liegt Joseph im Sterben, was Charles sehr zu schaffen macht. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft überschlagen sich die Ereignisse. Eine alte Fae treibt in der Nähe ihr Unwesen und hat sich Josephs Schwiegertochter ausgesucht und mit einem Bann belegt, ihre Kinder zu töten. Ihre Nachforschungen bringen sie schon bald auf die Spur von Magie und Tod …

Die Umsetzung ist wieder etwas durchzogen von äußerst spannenden Wendungen und dann wieder Längen, die vor allem in der ersten Hälfte des Buches vorkommen. Ab einem gewissen Grad zieht das Tempo unweigerlich an und die Handlung überzeugt bis zur letzten Seite.


Stil und Sprache
Ein Prolog mit dem Feenvolk eröffnet die Handlung, weckt die Neugier und setzt die Spannung wie eine erste Flamme, die danach zu verlöschen droht. Es dauert eine Weile, bis die verschiedenen Fäden aufgenommen und ineinander verwoben werden. Charles hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Joseph und seiner Familie, was durch kurze Erzählungen und Erinnerungen erst mal dem Leser näher gebracht und Beziehungen untereinander wieder aufgenommen werden. Zudem sind einzelne Szenen vor allem zu Beginn nur in den Anfängen ausgearbeitet, was zwar Neugier weckt, aber zu wenige Einzelheiten liefert, um groß Spannung aufzubauen.

Charles, Anna und einige Verbündete folgen der Fährte des mächtigen Feenwesens, das nicht nur Mütter dazu bringt, ihre Kinder und sich selbst zu töten, sondern auch Kinder entführt und durch einen Doppelgänger ersetzt. Die Jagd wird immer gefährlicher, der Feind agiert verborgen aus dem Hintergrund, sodass auch die Auseinandersetzungen zwar spannend sind, aber ohne das große Feuerwerk, das ich von der Autorin gewohnt bin. Unterbrochen wird dieser Teil durch ruhigere Passagen mit der Familie Sani, die Charles und Anna auf der emotionalen Ebenen stark berühren.

Wie immer steigert sich das Tempo gegen Ende mit jedem Kapitel, schießt die Spannung in die Höhe und werden die Auseinandersetzungen immer dramatischer bis zum finalen Showdown, der packend, blutig und sehr emotional ausgearbeitet ist.


Figuren
Charles muss sich seiner Vergangenheit und den verdrängten Gefühlen stellen. Er, der es immer vermieden hat, Freunde nahe an sich heranzulassen, muss von Joseph Abschied nehmen, der im Sterben liegt. Doch dafür bleibt gar keine Zeit, denn die alljährliche Pferdeshow steht vor der Türe und die Familie Sani wurde von einem Feenwesen angegriffen. Anna steht ihm dabei wie immer zur Seite, selbst mit ihren Gefühlen beschäftigt, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind.

Die Familie Sani mit ihren vielen Mitgliedern aus vier Generationen sorgt zu Beginn etwas dafür, dass man kaum den Überblick behalten kann, obwohl alle mit ausgeprägten Charakterzügen ausgestattet wurden. Da sind die zwei jüngsten Kinder, verspielt und neunmalklug, über den im Sterben liegenden Joseph bis zu dessen Vater, der Alpha des örtlichen Werwolfrudels. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit der FBI-Agentin Leslie, die mit zwei Agenten von Cantrip ermittelt. Das mächtige Feenwesen agiert zunächst wie das Böse selbst aus dem Hintergrund, bevor es selbst zum Vernichtungsschlag ausholt.


Aufmachung des Buches
Das Covermotiv zeigt in der oberen Hälfte eine sinnliche Frau im Abendkleid, die da liegt und den Betrachter direkt im Blick hat. Darüber ist der halb hinter Wolken verborgenen Vollmond, der von einem schwarzen Wolf angeheult wird. Die untere Hälfte ist komplett schwarz und zeigt die Schriftzüge, wobei der grüne Buchtitel mit Spotlack versehen ist. Die Rückseite mit der Inhaltsangabe ist diesmal komplett schwarz und erstmals fehlt der Wolf.


Fazit
Wer die vereinzelten Längen zu Beginn nicht weiter beachtet, erhält eine spannende Jagd nach einem mächtigen Feenwesen verknüpft mit dem emotionalen Besuch bei alten Freunden. Nicht der stärkste Band der Serie, aber auf jeden Fall noch immer empfehlenswert.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Schatten des Wolfes
Band 2: Spiel der Wölfe
Band 3: Fluch des Wolfes

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