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Balbok und Rammar - die Helden wider Willen - sind einen Handel mit einem bösen Zauberer eingegangen. Dieser trägt nicht ohne Grund den Namen Rurak der Schlächter. Nun müssen die beiden Orkbrüder in den Norden ziehen und in den Tempel der Elfen eindringen. Auf ihrem Weg dorthin treffen sie auf Zwerge, denen sie heimlich folgen ...

 

Ork Saga 2 Shakara 

Originaltitel: Die Rückkehr der Orks
Autor: Jan Bratenstein, Michael Peinkofer
Übersetzer:
Illustrator: Peter Snejbjerg, Lars Bjorstrup
Verlag: Cross Cult Verlag
Erschienen: 7. Dezember 2016
ISBN: 978-3-86425-674-5
Seitenzahl: 48 Seiten
Altersgruppe: ab 12 Jahre (Empfehlung des Rezensenten)

Hier geht's zur Leseprobe


Die Grundidee der Handlung
Balbok und Rammar sind auf dem Weg, die Karte zu besorgen, die der Zauberer Rurak unbedingt haben will. Dazu müssen sie mit Umwegen ins Elfenreich, um schließlich festzustellen, dass es die Karte nicht ganz so einfach gibt. Sie existiert tatsächlich nur im Kopf der Elfenpriesterin Shakara, die daraufhin prompt von den beiden Anti-Helden entführt wird. Doch schnell merken die Orkbrüder, dass Shakara sich ziemlich leicht entführen ließ. Hat sie etwa auch einen Plan?

Mit exzentrischen Figuren und fein gezeichneten Bildern schicken Autoren und Zeichner die Brüder ins nächste Abenteuer. Neben humorvollem Text und abwechslungsreichen Dialogen sind es besonders die Zeichnungen und Farbmischungen, die den bildgewaltigen Comic ausmachen. Prinzipiell ein gelungener Mix, der streckenweise an Spannung verliert.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Im Grunde lebt „Ork-Saga“ Band 2 von den tollen Bildern und den satten Farben. Gepaart mit skurrilen, exzentrischen und humorvollen Charakteren, gibt der Comic schon was her. Allen voran die ungleichen Orkbrüder Rammar und Balbok. So wird Rammar eher fülliger und kleiner dargestellt, dafür aber gerissener und klüger. Er wird wie fast alle Figuren mit feinen Linien in detailgetreuer Rüstung gezeichnet, hat kleine runde, teils fixierende Augen und wirkt neben humorvollen Aussagen oft genervt und gestresst.

Balbok ist dagegen eher dünn und sehnig. Er wird drahtig gezeichnet, ebenfalls in auffälliger Rüstung und neigt dazu, sich streckenweise sehr blöd anzustellen. Kommt es jedoch zum Kampf, macht den Brüdern – und besonders Balbok – keiner was vor. Beide Figuren werden mit eher rundem Gesicht gezeichnet und sind körperlich grün gefärbt, wobei Rammar durchaus wulstiger wirkt. Neben den lustigen Dialogen der Brüder zwischendurch brillieren die beiden besonders in Kampf- und Actionszenen.

Opfer der beiden Orks wird die Herrin der Elfen Shakara. Sie wird sehr kurvenreich gezeichnet, wirkt streckenweise gelangweilt und macht mehr lustlos ihren „Job“. Shakara trägt ein auffälliges hell- bis eisblaues Outfit und zeigt viel Haut. Begleitet wird die Robe von einem Umhang, der die Stattlichkeit der Figur zur Geltung bringt. Shakara wird gerne bissig bis gelangweilt dargestellt und transportiert diese Emotionen auch hervorragend in ihrer Mimik und vor allem Gestik. Sie weiß um ihre Weiblichkeit, setzt diese gekonnt in Szene und unterstützt so ihr wechselhaftes Gehabe.

Prinzipiell lebt der zweite Band der Ork-Saga von den Figuren und Bildern. Obwohl manchmal Mimik sehr hart dargestellt wird und so eine grummelige Shakara schon einmal von den Gesichtszügen her als „Mann“ durchgehen kann, sind die Charaktere abwechslungsreich und haben einen Wiedererkennungswert, der sich nicht nur im zeichnerischen durchsetzt. Ebenso runden der Einsatz von cleveren Farbmischungen und Schattentechniken sowie detaillierte Hintergrundbilder den Comic ab. Streckenweise gibt es großflächige Bilder, die von Panels ansatzweise überlagert werden und so ein tolles Seitenlayout ergeben.

Letzteres ist das Textliche. Auch hier gelingt den Autoren eine Mischung aus Humor, Bissigkeit und starken Dialogen, die den Gesamteindruck des Comics untermauern. Zwar pendelt die Story rein spannungs-technisch von einer Kampf- oder Actionszene in die nächste, jedoch tragen die teils lustigen Unterhaltungen sowie ausgereifte Dialoge zum Lesespaß bei.


Aufmachung des Comics
Der zweite Band der Comicadaption „Ork-Saga“ kommt im 48seitigem Hardcover daher und liefert ein vollseitiges Panel. Die Vorderseite zeigt Balbok und Rammar auf einen Schiff, wobei Rammar die Elfenherrin trägt und Balbok die Verfolger in Schacht hält. Rammar muss sich dabei mit der bissigen Elfin herumplagen, die ihn auch schon einmal was vor dem Schädel haut. Zwei Elfenkrieger verfolgen das Schiff auf gemeingefährlich aussehende Eisbären.

Die Rückseite zeigt oberhalb einen Panel, indem die Feinde der Orks, die Wikinger, abgelichtet sind. Darunter erscheint im gelben Hintergrund der sehr ausführliche Buchrückentext, sowie ein Kommentar des Comicreporter Alfons. Darunter sind in rötlichen Tönen Krieger und Kämpfer gezeichnet, die in einem feurigen Kampf verwickelt sind.


Fazit
Gelungene Fortsetzung um zwei ungleiche Brüder, die besonders durch Humor und unfreiwilligen Blödsinn brillieren.


4 Sterne


Hinweise
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Backlist:
Band 1: Zwei Brüder

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