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„Der Mensch, dessen Name in dieses Heft geschrieben wird, stirbt.“ Das Death Note wurde wie zufällig durch den Todesgott Ryuk in die Welt der Menschen gebracht und nun entbrennt ein gnadenlos spannender Kampf zwischen dem Schüler Light Yagami und seinem Gegenspieler L.

 

Death Note 1 

Originaltitel: Death Note
Autor: Tsugumi Ohba
Übersetzer: Kay Hermann
Illustrator: Takeshi Obata
Verlag: Tokyopop
Erschienen: 28. August 2006
ISBN: 978-3-86580-611-6
Seitenzahl: 208 Seiten
Altersgruppe: ab 15 Jahre (Verlagsempfehlung)


Die Grundidee der Handlung
Der Todesgott Ryuk hat langeweile. So lässt er ein mächtiges Notizbuch in der Welt der Menschen zurück, um sich zu amüsieren. Auch der Eliteschüler Light langweilt sich. Als er das Buch findet, und deren mysteriösen Regeln ließt, entscheidet er sich, das „Death Note“ auszuprobieren. Plötzlich ist er in der Lage, Menschen nur durch bloßes Hineinschreiben der Namen zu eliminieren. Schnell flammt in Light der Masterplan auf, eine neue Weltordnung einzuläuten, indem Schwerverbrecher und Kriminelle getötet werden. Doch Light hat nicht mit den Meisterdetektiv L gerechnet, der sich den höchst brisanten und scheinbar unlösbaren Fall zur persönlichen Aufgabe macht.

Death Note ist ein sehr ausführlich und sauber gezeichneter Manga, der sehr viel wert auf Charakterentwicklung und bestechende Zeichnungen setzt. Ebenso ist ein sehr ausführlicher Textgebrauch unablässig, wird doch das beginnende Katz- und Maus-Spiel der Kontrahenten Light und L müßig erklärt werden müssen. Diese beiden Umstände generieren den ersten Band zu einem Meisterstück an Lektüre und Zeichnungen und bieten ein teilweise völlig neues Manga-Erlebnis.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Im Fokus steht der Schüler Light Yagami. Light wirkt zunächst recht unbedarft, trotz der Tatsache, das er ein Elite-Schüler ist und einen scharfsinnigen Verstand hat. Light hat glattes braunes Haar und wird mit runden, teils scharfsinnigen Augen gezeichnet. Er hat ein schmaleres Gesicht mit spitzem Kinn und ist eigentlich eine typisch unauffällige Manga-Figur. Er trägt sehr gerne modische feine Hosen und Hemden und bewegt sich elegant, kontrolliert und unscheinbar. Der Zeichner setzt hier besonders auf Lights kühles und ruhiges Verhalten und so profitiert die Figur emotional zunächst vom Gelassenheit, Kalkulierbarkeit und Berechenbarkeit.

Ryuk ist der Todesgott, der Light relativ schnell aufsucht, nachdem dieser sich das „Death Note“ angeeignet hat. Da zu Beginn sehr viel erklärt werden muss, um das Note komplett zu verstehen, ist Ryuk eine lange Zeit der Gesprächskollege von Light. Ryuk ist eine teils grotesk und skurril gezeichnete Gestalt, die gebückt durch den Manga tänzelt. Generell werden die Todesgötter sehr schräg und fantastisch dargestellt, sodass Ryuks Erscheinung nicht ungewöhnlich ist. Ryuk wird mit großen runden Glubschaugen gezeichnet und hat einen sehr großen Mund, der wirkt, als hätte dieser zu viel Lippenstift benutzt. Spitze Zähne und lange Krallenhände unterstützen den dürren langen Körper des Gottes und ein sehr detailliertes, ideenreich gezeichnetes Outfit unterstützt das fantastische Gruselwesen.

Lights Gegenspieler L wird zunächst nur sporadisch gezeigt. Zwar tritt er textlich aus dem Geheimen relativ gehäuft auf, gezeigt wird er aber zunächst nicht wirklich. Zeichnerisch wird er nur etwas lässig, fast „verpennert“ dargestellt. Er trägt eine lässige Jeans und ein zeitloses anspruchsloses Shirt. Meist ist er in gebückter Haltung vorm Laptop zu sehen, durch den er mit der Außenwelt kommuniziert. Andere wichtige Figuren wie etwa der Sprecher von L, Watari, oder Lights Vater, der auch noch Leiter der japanischen Polizei ist, fügen sich harmonisch in die sehr komplexe Story ein und werden sicherlich in folgenden Bändern von großer Wichtigkeit werden.

Neben den wirklich grenzenlos gut gelungenen und konsequent gezeichneten Bildern und Charakterzeichnungen brilliert der Manga besonders durch Komplexität und Vielfalt an wechselhaften Ereignissen. Diese sind vor allem auf das scharfsinnige Wechselspiel der Kontrahenten Light und L zurückzuführen, die sich ein Duell liefern, dass detektivisch betrachtet seines gleichen sucht. In diesem Zusammenhang ist auch das Textliche sehr, sehr ausführlich und detailliert, gibt es doch viel zu erklären und zu verstehen.


Aufmachung des Manga
Das Softcover des ersten Bandes erscheint hinter schwarzem Grund, auf dem in grauer Schrift die Regeln des Death Note geschrieben wird. Das Cover zeigt ein Kreuzsymbol mit Knochen und Schädeln, ausgefüllt in rosa Farbe, vor dem Light in bestechender Pose steht. Er hält eine große Sense in ausufernder Haltung und wirkt entschieden, gar entschlossen. Dahinter steht im Seitenformat der skurrile Todesgott Ryuk in gebeugter Haltung.

Die Rückseite zeigt lediglich den Titel im eigenen Artwork, sowie den einleitenden Buchrückentext. Zwischen den Kapiteln erscheinen Seiten aus dem Death Note, die die Regeln des Todes-Notizbuch erklären. Daneben gibt es großflächige Bilder und am Ende des Bandes ein kleiner „Ein-Seiten-Comic“ der Figuren als kleines Gimmick.


Fazit
Der Beginn eines gnadenlosen Katz- und Maus-Spiels, das den Leser mitfiebern lässt. Grandioser Start einer unglaublichen und doch gar nicht so  realitätsfernen Story-Idee!


5 Sterne


Hinweise
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