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Der Himmel über No. 6 … steht in Flammen.

Shion hat es geschafft den schwer verletzten Nezumi aus der Besserungsanstalt herauszubringen. Doch es ist noch nicht überstanden. Sie müssen zurück nach No. 6!

Dort herrscht mittlerweile durch den Aufstand der Bürger Chaos und Panik. Und während die Utopie der heiligen Stadt zusammenbricht, stürzen sich Shion und Nezumi in ihren letzten Kampf. Für die Zukunft der Menschheit … und ihre eigene!

 

No 6 Vol 9 

Originaltitel: No. 6 Vol. 9
Autor: Atsuko Asano
Übersetzer: Antje Bockel
Illustrator: Hinoki Kino
Verlag: Egmont Manga & Anime
Erschienen: 04. Februar 2016
ISBN: 978-3-7704-8765-3
Seitenzahl: 194 Seiten
Altersgruppe: ab 14 Jahre (Empfehlung des Rezensenten)


Die Grundidee der Handlung
Shion greift zu drastischen Mitteln. Um den schwerverletzten Nezumi zu retten, dringt er ohne Skrupel in No. 6 ein, um dort einen Arzt aufzusuchen, der Nezumi operiert. Diese Aktion hat sich gelohnt und Nezumi kann schließlich zum großen Schlag ausholen und mit Elyurias sprechen, um den Verfall der Menschheit in No. 6 zu stoppen. Wird ihm dieses Unterfangen gelingen?

Bestechende Charaktere gezeichnet mit feinen Linien und detailgetreu umgesetzt, bilden den Abschluss der Mystery Saga um die Utopische Stadt „No. 6“. Wie auch die gesamte Serie durch ein Auf und Ab getrieben ist, so ist das Ende sicherlich nicht für jeden Leser zufriedenstellend. Dennoch ein solider Abschluss mit akzeptablen Dialogen.


Beurteilung der Zeichnung / Textdarstellung
Prinzipiell werden alle Charaktere sauber mit dünnen Linien gezeichnet und eben dieser Umstand macht auch den gesamten Manga aus. Die teils „springende“ Story und streckenweise lang gezogene Sequenzen haben immer wieder Lesevergnügen und Erwartungen an den Comic ausgebremst. Nennenswerte Veränderung ist Shion, der in der Not mal wieder erschreckend aufblüht. Extrem gelingt dem Zeichner die Wandlung des schüchternen und leichtgläubigen Shion, der zum kalten erstarrten Kämpfer mutiert, um seine Liebe Nezumi zu retten. Er hat große runde Augen, die im Wandel recht leer gezeichnet werden. Sein rundes Gesicht mit spitzem Kinn zeigt deutlich das Kindliche, das er konsequent mit sich trägt.

Ein kleiner Wandel vollzieht sich auch beim Charakter Inukashi. Als Shion leidet, lässt sie sich verleiten, diesen zu trösten, auch wenn sie so nicht viel für Menschen übrig hat. Inukashi hat ein ebenfalls rundes Gesicht mit spitzem Kinn und wird mit längerem Haar gezeichnet. Auffallend ist, dass sie sehr androgyn dargestellt wird, was zunächst vermuten lässt sie sei ein Junge. Auch ihr Verhalten trägt enorm dazu bei. Ebenso ergeht es Rikiga, der einen kleinen Push erlebt und sich durch Shion bestärkt fühlt, ebenfalls über sich hinaus zu wachsen.

Im finalen Akt tritt auch der Forscher im weißen Kittel auf, dessen wahre Beweggründe endlich ersichtlich werden. Dieser teils arrogante und garstige, selbstverliebte Schnösel wird zeichnerisch besonders in den Gestiken sehr ausufernd und stark mit den Armen fuchtelnd dargestellt. Das unterstützt sein "sich in Szene setzen" und verleiht dem Forscher den Charakter, den er transportieren soll. Er wird ordentlich mit normaler Frisur und hämischen Lächeln gezeichnet. Die typische Brille untermalt sein "Bildungs-auftreten," aber er wirkt streckenweise auch stark selbst überschätzt.

Ein toller Auftritt ist der kurze, aber durchaus gewaltige Auftritt der riesigen Wespe Elyurias. Die einstige Göttin hat das wahre Gesicht der Menschen erblickt und will diese sich ihrem Schicksal überlassen. Sie ist imposant und groß gezeichnet, sehr detailgetreu und wirksam in Szene gesetzt. Ihre teils kurzen, aber weisen Worte bilden zusammen mit ihren Auftritt ein gewissen „Peak“, der quasi das Finale einläutet und abschließt. Dennoch hätte ich persönlich mir ein bisschen mehr gewünscht.

Um etwas persönliches zur Utopie-Serie „No. 6“ loszuwerden: Ich war, denke ich wie einige Leser es sein werden, zunächst angetan von der Entwicklung der beiden Charaktere Shion und Nezumi, deren Begegnung und vor allem die Entwicklung ihrer Zuneigung zueinander. Leider liegt der Fokus des Autors sehr stark auf der utopischen Stadt und deren Entwicklung, sodass ich streckenweise den Eindruck hatte, die Charaktere gehen unter. Schön gezeichnet, aber wenig Entwicklung trug eher dazu bei, dass "Auf und Ab" des Comics als lästig zu empfinden und schließlich nicht auf seine Kosten zu kommen.

Nun ist es natürlich auch immer eine Frage der Erwartung und so hätte ich mir viel mehr Shion und Nezumi gewünscht, als die streckenweise gezogene Story und teils langweilige Situationen. Somit ist auch das Ende leider sehr ernüchternd für mich und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Dennoch sei gesagt, dass die Figuren super ausgearbeitet waren, sich charakterlich sehr unterschieden haben und Dialoge im Großen und Ganzen alles perfekt abgerundet haben.


Aufmachung des Manga
Shion und Nezumi zieren das Softcover des finalen Bandes. Beide blicken fröhlich und voller Hoffnung dem Leser entgegen, vor dem Hintergrund der Stadt No. 6 unter roter Sonne. Shion wirkt dabei wie immer fröhlicher und offener als Nezumi, der sich zaghafter freut. Mittig prangt der Titel der Serie in großen weißen Lettern. Oben rechts steht die Nummer des Bandes im Wabensymbol.

Da Vorder- und Rückseite ein Bild ergeben, sieht man auf der Rückseite die Stadt im roten Glanz mit weißen Wolken am Himmel. Darüber steht der Buchrückentext in ausführlicher Form. Zu Beginn gibt es ein Bild in Farbe und eine kleine Postkarte als Bonus zum finalen Band liegt anbei.


Fazit
Ein solider Abschluss einer soliden Story, die jedoch nicht alle Leser zufriedenstellen wird. Letztlich ist es eine Frage der Erwartungen!


3 5 Sterne


Hinweise
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Backlist:
- Band 8
- Band 7
- Band 6
- Band 5
- Band 4

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